Neues aus dem Rathaus

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1. Hessischer Bürgerbus-Tag

Einige Mitglieder des Bürgerbusteams der Gemeinde Fronhausen haben am Samstag, dem 19. Oktober 2019 den 1. Hessischen Bürgerbus-Tag besucht. Geboten wurde neben einem bunten Rahmenprogramm mit Improvisationstheater vor allem die Möglichkeit, sich mit anderen Bürgerbusbetreibern auszutauschen und von Erfahrungen zu profitieren.

Nach der Eröffnung durch den Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, Erfahrungsberichten aus drei Bürgerbusprojekten und einem Impulsvortrag zum Thema „Wie Engagierte ländliche Räume voranbringen“, wurden 10 Fahrzeuge an Kommunen und Initiativen übergeben. Somit rollen nun 101 Bürgerbusse über Hessens Straßen, 51 davon vom Land Hessen gefördert. „Hinter jedem Bürgerbus steht ein Team von durchschnittlich zehn Personen, die in ihrer Freizeit unterwegs sind. Die Projekte fördern also auch das ehrenamtliche Engagement vor Ort. Den zahlreichen Engagierten in unserem Land danke ich sehr für ihren außerordentlichen Einsatz“, so Wintermeyer.

Die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ hatte den Tag möglich gemacht. „Unser Ziel ist es, mit den Bürgerbus-Gruppen in Kontakt zu treten und ihnen weitere Hilfestellungen zu geben. Unabhängig davon, ob der Bus gerade erst anrollt oder schon länger läuft. Letztlich stehen alle Initiativen vor ähnlichen Herausforderungen. Damit wollen wir die Freiwilligen nicht alleine lassen, denn das Engagement soll ja auch Spaß machen“, sagte Martin Gehl, Projektleiter bei der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“.

Auch das Team aus Fronhausen hatte die Möglichkeit, Erfahrungen als eines von drei Bürgerbusprojekten an die anderen Betreiber weiterzugeben. Unter anderem stellte die Bürgermeisterin auf dem Podium das Konzept des Linienverkehrs in Fronhausen dar, berichtete aber auch von der Schwierigkeit, die der Kurzstreckenverkehr für ein Dieselfahrzeug darstellt, sowie von der damit einhergehenden Reparaturhäufigkeit.

Aus diesem Grund möchte das Bürgerbusteam Fronhausen noch einmal die ortsansässigen Vereine auf die Möglichkeit aufmerksam machen, den Bus an Wochenenden für den Vereinseinsatz, z.B. für Fahrten zu Auswärtsspielen oder anderen Gelegenheiten zu nutzen. Unser Bus freut sich auf längere Ausfahrten. Auskunft gibt die Gemeindeverwaltung.

Zudem weisen wir darauf hin, dass mit dem Fahrplanwechsel zum 01. Oktober 2019 der Linienverkehr Montag- und Freitagvormittag, sowie Donnerstagnachmittag bedient wird. Der Fahrplan hängt bereits an den meisten Haltestellen und wird regelmäßig im Wochenblatt veröffentlicht.

Die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer freuen sich über jede und jeden, die das Angebot annehmen. Außerdem auch über Zuwachs des Fahrerteams.

STEIGEN SIE EIN!

 

Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich besuchte am 29. August den „Güterbahnhof 1849“ in Fronhausen

„Mittelhessen ist eine Erfolgsregion, in der die Menschen gerne leben“ – davon ist Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich überzeugt und besucht gelungene, wirtschaftliche Entwicklungen in seinem Regierungsbezirk zwischen Limburg und Schlitz, Münchhausen und Hungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Projekten, die von Mitteln des LEADER-Programms, einer Förderung der EU und des Landes Hessen, profitieren konnten und in ihrer Region sowohl Wirtschaft als auch Lebensqualität voranbringen. Gemeinsam mit Mitgliedern des Vorstandes der Lokalen Aktionsgruppe der LEADER Region Marburger Land informierte sich RP Ullrich diesmal vor Ort über erfolgreiche Projekte.

„Es ist mir wichtig, mich mit den Mitgliedern der LEADER-Region über ihre Strategien sowie über durchgeführte und anstehende Projekte auszutauschen“, erläutert Christoph Ullrich. Zugleich lobt er den besonderen Charakter der Strategie: „Hier werden Ideen und Projekte nicht von außen aufgestülpt, sondern von lokalen Gruppen selbst entwickelt und vorangetrieben: das ist nachhaltig und sinnvoll.“ Das Geld für die Projekte stammt aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER).

Neben dem persönlichen Gespräch überzeugt sich der Regierungspräsident auch von erfolgreichen Projekten vor Ort. In diesem Zusammenhang besuchte Ullrich die Eventlocation „Güterbahnhof 1849“ in Fronhausen. Gelagert wird in der denkmalgeschützten Güterhalle nicht mehr, stattdessen wird Kulinarisches serviert. Im vergangenen Jahr erstrahlte das Gebäude in neuem Glanz. Ulf Stiller betreibt in Fronhausen eine Gastronomie und Eventlocation mit dem Charme der Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts. Die historische Halle wurde aufwendig saniert und um einen modernen Anbau ergänzt. Die Location bietet 100 Sitzplätze und eignet sich für Privatfeiern aller Art sowie Firmenveranstaltungen. „Wir sind nun rund ein Jahr im Betrieb und die Nachfrage ist riesig“, freut sich Betreiber Ulf Stiller.

„Ein beeindruckendes Projekt, dass die LEADER-Region Marburger-Land hier ausgewählt hat“, sagt Ullrich beim Gespräch mit den Delegationsmitgliedern. Mittelhessen profitiere in vielen Bereichen von Fördermitteln der Europäischen Union. „Ob Zuschüsse zur Existenzgründung oder Betriebserweiterung, Ausbau von Wanderwegen oder der Umbau eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses zum Ferienhaus – die LEADER-Projekte sind so vielfältig wie Europa selbst.“

Während dieses Termins nutzte Herr Dr. Ullrich auch die Möglichkeit mit anderen Projektträgern sowie einigen Gremienvertretern aus der Gemeinde ins Gespräch zu kommen. Vorstandsmitglieder des Fördervereins „1250 Jahre Oberwalgern“ stellten die laufenden Planungen des Festjahres vor. Auch das Grabsteinprojekt an der Kirche in Fronhausen wurde kurz diskutiert. Somit konnte der Regierungspräsident vielfältige Eindrücke und Ideen mitnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildunterschrift:

Alte Güterhalle Fronhausen (v.l.): Hans Christian Malzahn (Oberwalgern), Alexandra Klusmann (Regionalmanagement LEADER-Region Marburger Land), Gunthram Schenk zu Schweinsberg (Fronhausen), Bürgermeisterin Claudia Schnabel (Fronhausen), Ulf Stiller („Güterbahnhof 1849“ Fronhausen), Ortsvorsteher Dr. Lothar Mann (Fronhausen), Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, Bürgermeister Peter Eidam (Vorsitzender LEADER-Region Marburger Land)

Foto: RP Gießen

 

 

Einweihung der Werbeflächen des Bürgerbusses

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Ende Juni ist es so weit: Der Bürgerbus erhält den letzten Feinschliff und die Werbung wird angebracht. Zur feierlichen Einweihung der Werbeflächen des Busses sind Sie herzlich eingeladen! Nutzen Sie diesen Termin auch um sich über die Angebote und Möglichkeiten des Bürgerbusses zu informieren und um das Team der Fahrer und Organisatoren kennenzulernen.

Die Veranstaltung findet statt am Freitag, dem 28.06.2019, ab 14:00 Uhr am Rathausvorplatz Fronhausen, Schulstraße 19, 35112 Fronhausen.

Ihre
Claudia Schnabel,
Bürgermeisterin

 

Klimaworkshop in Fronhausen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am 21.05.2019 veranstaltete die Gemeinde Fronhausen im Rahmen der Aktion „100 Kommunen für den Klimaschutz“ einen Workshop im Bürgerhaus Fronhausen. Rund 25 interessierte Personen brachten sich engagiert und mit vielen guten Ideen aktiv ein.

In Zusammenarbeit mit Sachverständigen des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Landes-Energie-Agentur wurden zu den Themenbereichen Energiesparen, Energieerzeugung, Mobilität und Umwelt-/Naturschutz Anregungen aufgenommen, um sie in die zukünftigen Planungen und Ziele im Rahmen eines Aktionsplans der Gemeinde einzubinden. Leitlinie hierzu war die Möglichkeiten aufzuzeigen, die vor Ort in den Dörfern durch die Einwohnerinnen und Einwohner und die Gemeinde beeinflussbar sind.

Die gesammelten Ideen werden nun aufgearbeitet und in einen Maßnahmenplan eingebracht. Kurzfristig umsetzbare Aktionen wie die Umwandlung kommunaler Flächen in Blühstreifen werden ebenso verfolgt wie mittel- und langfristigere Ziele wie beispielsweise die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger sollen zukünftig noch stärker informiert werden, z.B. durch Beratungsangebote wie die monatlich stattfindende Energieberatung im Rathaus oder die Veröffentlichung von Tipps im Wochenblatt.

Diese Veranstaltung war nur der Auftakt und soll nicht einmalig bleiben. Klimaschutz geht uns alle an, und dieser Verantwortung wollen wir uns stellen. Der Gemeindevorstand und „die Politik“ haben mit diesem Workshop klar den Willen zur Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen und interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern signalisiert. Wir können nur dazu aufrufen, dies zu nutzen.

Zum Ende der Veranstaltung wurde die Charta „Hessen aktiv: Die Klimakommunen“ von Frau Bürgermeisterin Schnabel im Beisein von Herrn Dr. Karsten McGovern unterzeichnet, womit die Gemeinde Fronhausen den Klimakommunen des Landes Hessen beitrat.

 

 

Informationen zu Straßenbeiträgen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Der Straßenbeitrag ist eine Kommunalabgabe, die für bestimmte Maßnahmen des Straßenbaus (Um- oder Ausbau von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen) erhoben wird. Grundsätzlich müssen die Kommunen, die über entsprechendes Satzungsrecht verfügen, für die Erneuerung, Erweiterung und Verbesserung von Straßen und Plätzen von den Anliegern Straßenbeiträge fordern. Nicht beitragspflichtig sind Reparatur- und Unterhaltungsarbeiten. Nicht zu verwechseln sind die Straßenausbaubeiträge mit dem Erschließungsbeitrag nach den Regelungen des Baugesetzbuches (BauGB). Denn der Erschließungsbeitrag wird für die erstmalige Herstellung einer Verkehrsanlage, wie einer Straße, einem Weg oder einem Platz fällig.

In Hessen sind sowohl einmalige als auch wiederkehrende Straßenbeiträge zulässig. Würden Straßenbeiträge nicht erhoben, bleibt derzeit nur die Finanzierung von Maßnahmen aus allgemeinen Steuermitteln.

Der Kostenaufwand bei einmaligen Straßenbeiträgen wird auf alle Grundstücke verteilt, die einen Vorteil von der Maßnahme haben. Das sind in der Regel Grundstücke, die direkt oder indirekt (sog. Hinterliegergrundstücke) an die Straße bzw. Straßenabschnitt angrenzen.

Die Höhe der auf die einzelnen Grundstücke entfallenden Straßenbeiträge ist abhängig von:

  • den beitragsfähigen Kosten der Baumaßnahme,
  • der Verkehrsbedeutung der Straße bzw. Teileinrichtung (Fahrbahn, Gehweg, Beleuchtung etc.)
  • der Größe des Grundstücks
  • und seiner Bebauung (Anzahl der Vollgeschosse)
  • der Art seiner Nutzung (Wohnnutzung oder gewerbliche Nutzung).

Der Anteil der Anlieger an den umlagefähigen Kosten richtet sich nach der Verkehrsbedeutung der Straße.

Der prozentuale Anteil für die Anlieger beträgt:

  • 75% des beitragsfähigen Aufwands bei Anliegerstraßen
  • 50% des beitragsfähigen Aufwands bei innerörtlichen Durchgangsstraßen
  • 25% des beitragsfähigen Aufwands bei überörtlichen Durchgangsstraßen.

Wiederkehrende Beiträge bedeuten jährliche, geringere Zahlungen aller Grundstückseigentümer, deren Grundstücke baulich oder gewerblich zu nutzen sind und die an einer öffentlichen Verkehrsanlage liegen oder Zugang dazu haben. Anwohner, die in den letzten Jahren Erschließungs-/ Ausbaubeiträge gezahlt haben, bleiben bei der Ermittlung für einen Zeitraum von längstens 25 Jahren unberücksichtigt.

Der Straßenbeitrag wird individuell für jedes Grundstück aus

  • der Grundstücksfläche (Grundbuchfläche)
  • einem Nutzungsfaktor (abhängig von der Geschossflächenzahl nach Bebauungsplan/tatsächlich vorhandenen oder in der Umgebung vorhandenen Vollgeschossen)
  • einem Beitragssatz
  • einem Artzuschlag (Gewerbegebiet/Industriegebiet)

berechnet.

Allerdings sind die Verwaltungskosten für die Berechnung und Erhebung wiederkehrender Beiträge erheblich. Dies sieht auch der Bund der Steuerzahler so, und rät von der Einführung dieser Beitragsform ab.

Für die Länder ist es reizvoll für eine Änderung bei Straßenausbaubeiträgen im Wahlkampf zu werben. Denn auf die Berechnung der Anliegerkosten für die betreffenden Maßnahmen im Straßenbau, reagieren Bürger oft mit Unverständnis. Das Versprechen, die betreffende Bestimmung ändern zu wollen, kann deshalb viele Wählerstimmen bedeuten.

Die hessische Gesetzesreform von 2018, also die Verlagerung der Entscheidung ob Straßenbeiträge erhoben werden oder nicht, war aus kommunaler Sicht absolut ungeeignet. Den Kommunen wird der „Schwarze Peter“ zugeschoben, denn finanzstärkere Kommunen können eventuell auf die Beträge verzichten, während finanzschwächere Kommunen diese weiter erheben müssen. Der einzige Vorteil der neuen Regelung ist die Stundungsfrist von bis zu 20 Jahren, so dass die Bürger ähnlich wie bei wiederkehrenden Beiträgen geringe Zahlungen pro Jahr leisten können. Diese Regelung wird in unserer Gemeinde bereits von einigen Beitragspflichtigen in Anspruch genommen.

Straßenbeiträge spalten die Bürger und die Politik. Immer mehr Kommunen geben dem Druck nach und schaffen Beiträge ab, auch solche die es sich nicht leisten können.

Statt der Verlagerung der Entscheidung auf die Kommunen hätte die hessische Landesregierung nach dem Beispiel Bayerns ein deutliches Zeichen setzen können. Eine Finanzierung aus dem Kommunalen Finanzausgleich, ähnlich wie bei der Freistellung der Eltern von den Kindergartenbeiträgen, wäre die einzig zufriedenstellende Lösung. Hierzu haben alle Bürgermeister und die Bürgermeisterin im Kreis Marburg-Biedenkopf im letzten Jahr eine Resolution an die Landesregierung unterzeichnet, ebenso die Bürgermeister/innen  anderer hessischer Landkreise. Die Landesregierung zeigt sich aber leider bei diesem Thema nicht gesprächsbereit.

Verzichtet eine Kommune auf Straßenbeiträge müssen zur Finanzierung Steuermittel eingesetzt werden. Das jedoch setzt eine Steuerspirale in Gang. Von 1 Euro Grundsteuer bleiben in der Gemeinde Fronhausen nach Zahlung in den Kommunalen Finanzausgleich circa 40 Cent übrig. Um also einen Betrag in Höhe von rund 475 Tausend Euro, wie derzeit bei der Zwester-Ohm-Straße als Anliegerbeitrag berrechnet, durch Steuern zu finanzieren, müssten zusätzlich rund 1,2 Millionen Euro Grundsteuer erhoben werden. Dies entspricht einer Anhebung der Grundsteuer B von 390% auf 1.300%.

Da jedoch unser Einzahlungsbetrag in den Kommunalen Finanzausgleich anhand der Steuerquote, also grob gesagt den Steuereinnahmen berechnet wird, würden wir im folgenden Jahr nach der Anhebung noch mehr in den KFA abgeben. Dann blieben uns statt 40 Cent eventuell nur noch 35 Cent und so weiter. Aus diesem Grund ist eine Finanzierung über Steuern die denkbar ungünstigste Lösung für die Bürger.

Aus diesem Grund hoffe ich, dass die Anträge der Opposition im hessischen Landtag, sowie die Eingaben der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Hessen zukünftig zu einer Änderung führen. Nur wenn das Land sich an der Finanzierung beteiligt, haben wir eine Chance auf Abschaffung der Straßenbeiträge.

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel

 

Informationen zu laufenden Bauleitplanverfahren der Gemeinde

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in der Öffentlichkeit werden jeweils nur Beschlussfassungen des Parlaments oder Stellungnahmen der Ortsbeiräte zu laufenden Bauleitplanverfahren bekannt gegeben. In der Zwischenzeit sind die Verwaltung und die beauftragten Planer jedoch nicht untätig, sondern arbeiten plangemäß notwendige Verfahrensschritte ab. Hierzu möchte ich Sie über einige aktuelle Sachstände informieren.

Für das Gebiet Hasenpfad Bellnhausen fehlt noch die Genehmigung des Regierungspräsidiums. In der Zwischenzeit erfolgen jedoch die Erschließungsplanung und die Abstimmung mit den Verbänden Wasser und Abwasser, sowie dem Energieversorger. Ein Verkauf der Bauplätze war zeitnah geplant, wird sich jetzt jedoch wegen der Ablehnung der Bauplatzvergaberichtlinien durch die Gemeindevertretung verzögern. Sobald die Modalitäten der Vergabe feststehen, wird der Verkauf vorbereitet.

Die Bauunterlagen für den gemeinsamen Feuerwehrstandort Ost in Bellnhausen werden durch den beauftragten Architekten in Abstimmung mit der Planungsgruppe bestehend aus Feuerwehrführung und Vertretern der gemeindlichen Gremien derzeit vorbereitet. Die auch für die Verlegung der Fernwasserleitung notwendigen Bodenuntersuchungen sowie naturschutzrechtlichen Gutachten und Höhenvermessungen werden zurzeit durchgeführt. Sobald alle nötigen Informationen vorliegen, kann der Beschluss des Bebauungsplans vorbereitet werden.

Im Ortsteil Fronhausen ist der Entwurf für die Änderung des Bebauungsplans „Am Sportfeld“ zwischen Gemeinde und Planungsbüro in der Abstimmung. Zeitgleich erfolgen naturschutzfachliche Untersuchungen des Gebiets, die Erstellung der Lärmschutzprognose sowie Vermessungen. Parallel dazu bereitet das Amt für Bodenmanagement einen Umlegungsentwurf vor und wird baldmöglichst die betroffenen Eigentümer einbeziehen.

Für die Erweiterung des Gewerbegebiets Marburger Straße „Rewe/Aldi“ haben Abstimmungsgespräche mit Hessen Mobil und der Unteren Wasserbehörde bezüglich des im Gebiet verlaufenden Grabens und der nötigen Abstandszone zur Landesstrasse stattgefunden. Der nächste Schritt im Bauleitplanverfahren wird zügig erfolgen.

Auch im Bereich „vorderster Boden“ in Fronhausen, zwischen Schubertstrasse und Gewerbegebiet „Rewe/Aldi“ werden Gutachten und Untersuchungen derzeit erstellt. Eine zügige Ausweisung dieses Gebiets für dringend benötigte bezahlbare Wohnungen in verschiedenen Größen wird mit Nachdruck vorangetrieben.

 

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel

 

Start der Breitenausbildung im Rahmen des Projekts „Herzsicherer Landkreis“

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Fronhausen hat als erste Gemeinde im Rahmen des Projekts „Herzsicherer Landkreis“ der Björn Steiger Stiftung im Juni 2018 einen sogenannten Laien Defibrillator im Rathaus erhalten. Dieser wurde finanziert durch die Firma Optik Schneider Fronhausen. Auch im Bürgerhaus Fronhausen wurde zur gleichen Zeit ein solches Gerät angebracht. Darum bildete Fronhausen am 10.04.2019 auch den Auftakt für die Breitenausbildung der Bevölkerung. „Uns ist es besonders wichtig, dass die Bevölkerung nicht nur die Standorte der AED-Geräte kennt. Darüber hinaus soll sich auch jeder Einwohner zutrauen, die Geräte im Notfall zu benutzen“, sagte Michael Müller, Manager des Projekts „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung.

Während der ersten öffentlichen und kostenfreien Schulung im Bürgerhaus Fronhausen erhielten die zahlreich Anwesenden eine Einweisung durch Thomas Kriebel vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Anschließend an die theoretischen Erläuterungen konnten die Schulungsteilnehmer in Fronhausen ihr Wissen praktisch an Übungspuppen anwenden und nutzten die Chance Fragen zu stellen.


Nachdem ich bereits nach der Installation des Geräts im Rathaus eine Einweisung erhielt bin ich überzeugt, dass jeder Mensch ein AED problemlos nutzen und somit Leben retten kann. Nichts ist schlimmer als hilflos daneben zu stehen, wenn jemand Hilfe benötigt. Deshalb ist es wichtig, die Chance der Breitenausbildung zu nutzen und somit die Angst vor der Ersten Hilfe zu verlieren. Weitere Veranstaltungen werden in anderen Gemeinden und auch zu einem späteren Termin noch einmal in Fronhausen erfolgen.

Weitere „Defis“ sollen auch in den Ortsteilen installiert werden. Hierfür hat die Björn Steiger Stiftung bereits im letzten Jahr Kontakt zu einigen Gewerbetreibenden aufgenommen. Jedes Gerät kostet über die Laufzeit circa 3.000 Euro. Leider war bisher die Bereitschaft zur Finanzierung neuer Geräte gering. Während der Ausbildungsveranstaltung brachten die Anwesenden jedoch bereits jede Menge gute Ideen ein. Die Fitness-Frauen Bellnhausen regten beispielsweise eine Sammelaktion durch Vereine in den Ortsteilen an. In den nächsten Tagen werde ich deshalb mit den Ortsvorstehern Kontakt aufnehmen, um das Projekt weiter voranzutreiben.

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel

 

Bürgerbus der Gemeinde, Finanzminister Schäfer besucht Fronhausen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Die Gäste der Tour II am vergangenen Freitag, dem 05. März 2019, durften sich über einen prominenten Fahrer des Bürgerbusses freuen. Der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer lenkte gekonnt und sicher, dirigiert durch unseren ehrenamtlichen Fahrer Ernst Schmalzbauer, den Bus von Fronhausen über Sichertshausen, Hassenhausen, Erbenhausen und Bellnhausen zurück nach Fronhausen. Unterwegs nutzte er die Gelegenheit mit den Mitfahrer/innen ins Gespräch zu kommen.

Zurück in Fronhausen fand im Güterbahnhof 1849 ein gemeinsamer Termin mit Fahrerinnen und Fahrern sowie der Koordinatorengruppe und Mitgliedern des Gemeindevorstands statt. Hier dankten Minister Schäfer und ich allen, die bisher zum gelungenen Projekt Bürgerbus beigetragen haben. Herr Dr. Schäfer sagte: „Ohne Ihren gemeinnützigen Einsatz wäre es nicht möglich, solch ein Projekt mit insgesamt zwölf wöchentlichen Bustouren zu stemmen. Ihr ehrenamtlicher Einsatz ist eine enorme Hilfe für die Mitbürgerinnen und Mitbürger, die womöglich nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind, aber nicht den Anschluss an die Infrastruktur vor Ort verlieren dürfen. Herzlichen Dank für Ihr großes Engagement!“. Bei den vom Güterbahnhof Team wunderbar angerichteten Häppchen und Kuchen genossen die Anwesenden noch eine entspannte Zeit mit dem Finanzminister, der zusätzlich zum bereits geförderten Bus noch einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro für den weiteren Betrieb dieses Angebots zusagte.

 

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel

Literaturfrühling im Landkreis Marburg-Biedenkopf

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Gemeinsam mit anderen Städten und Gemeinden nahm Fronhausen am Literaturfrühling im Landkreis Marburg-Biedenkopf teil. Am 03.04.2019 fand ab 19 Uhr im Güterbahnhof 1849 die Lesung „Mehr als tausend Worte“ von Lilli Beck statt. „Lesungen an außergewöhnlichen Orten“ lautete der Leitgedanke der Veranstaltungsreihe, der in Fronhausen eindeutig umgesetzt wurde. Über 100 Besucherinnen und Besucher genossen im Ambiente des geschmackvoll restaurierten Gebäudes, welches erst vor kurzem mit einem Denkmalschutzpreis des Landkreises ausgezeichnet wurde, eine kurzweilige aber auch nachdenklich machende Lesung. Schließlich gewährte die vorgestellte Geschichte Einblick in das Leben der jungen Jüdin Aliza, die während der Nazi-Herrschaft nach England flieht. Frau Beck erzählte von Flüchtlingsquoten, und der Weigerung der meisten Länder, Juden aufzunehmen. Parallelen zur heutigen Flüchtlingsproblematik waren unverkennbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ausrichtung dieser Veranstaltung wurde durch finanzielle Unterstützung des Landkreises und der Region Marburger Land ermöglicht. Allerdings war auch die kostenlose Nutzung des Güterbahnhofs eine Voraussetzung. So konnte auf Eintritt verzichtet werden, die eingenommenen Spenden kommen den Kindergärten der Gemeinde zu gute. Frau Beck war übrigens sehr angetan vom tollen Ambiente und den interessierten Besucherinnen und Besuchern. Auch die Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises lobten die Auswahl des Orts und die unerwartete Resonanz. Nachdem die Veranstaltung so hervorragend angenommen wurde, hat der Gemeindevorstand für nächstes Jahr die Teilnahme Fronhausens an der Lesereihe gleich wieder angemeldet.

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel

 

Aktion „Sauberhafte Landschaft“ in der Gemeinde Fronhausen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

In der Woche vom 01.04. bis 06.04.19 findet die Aktion „Sauberhafte Landschaft“ in der Gemeinde Fronhausen als gemeinsames Projekt mit dem Müllabfuhrzweckverband statt. Auf den Aufruf zur Teilnahme im Wochenblatt Anfang Februar erfolgte eine unglaubliche Resonanz. Nicht nur die Grundschule Fronhausen meldete 140 Kinder und Lehrer/innen an, auch der Kindergarten Bellnhausen und 11 Vereine und Gruppen beteiligen sich. Insgesamt 83 Erwachsene und 182 Kinder werden unsere Straßen und Wege vom Müll befreien.

Eine Auftaktveranstaltung für die Schüler der Grundschule fand in Zusammenarbeit mit dem NABU Vorsitzenden Stefan Wagner am Freitag, dem 29.03.19 in der Schule statt. In der ersten Stunde schilderte Herr Wagner eindrücklich und kindgerecht, was das weggeworfene Kaugummipapierchen in Fronhausen mit dem angeschwemmten Müll auf den Midway-Inseln zu tun hat. Die Kinder sahen auch erschreckende Bilder der Folgen unserer Wegwerfmentalität, z.B. in Plastiknetze eingewickelte Robben, verendete Seevögel mit Plastik im Magen oder völlig vermüllte Strände. Aber auch das Thema Müllvermeidung wurde aufgegriffen. Falls die Kinder also beim nächsten Einkauf plötzlich Pfandglasflaschen statt Wegwerfplastik in den Einkaufswagen legen, oder statt der eingetüteten Äpfel lieber ein wiederverwertbares Obstnetz mitnehmen möchten, haben sie etwas Wichtiges gelernt und überzeugen dann hoffentlich auch die Eltern.

Unglaublich engagiert machte sich der größte Teil der Grundschulkinder dann am 01.04.19 auf den Weg in ihre Sammelgebiete im Bereich des Ortsteils Fronhausen. Begleitet wurden sie von der Geschäftsführerin und dem Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit des Müllabfuhrzweckverbands, die vom großen Engagement der Fronhäuser Kinder überwältigt waren. Sicherlich werden die Schüler dann auf dem Pausenhof auch den anderen, nicht teilnehmenden Klassen von ihren Funden berichten.

Am Samstag, dem 06.04.19 werden dann die Vereine und Gruppen in unterschiedlichen Gebieten sammeln. Diesbezüglich wurden bereits die Zeiten und Treffpunkte veröffentlicht. Gerne können interessierte Bürgerinnen und Bürger sich noch anschließen.

Leider war es nicht möglich, mit Hessen Mobil eine Vereinbarung zur Einsammlung des Mülls entlang der Landesstraße zwischen Oberwalgern und der Auf- und Abfahrt der B3 zu erreichen. Zwar hatte die DRK Bereitschaft zugesichert, in Warnkleidung und mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen diese Strecke zu übernehmen, bekam jedoch keine Genehmigung dafür. Deshalb werden leider die schlimmsten Ecken unseres Gemeindegebiets weiterhin „zugemüllt“ bleiben.

Natürlich ist die Einsammlung des Mülls nur nötig, da es immer noch zu viele Menschen gibt, die ihre Abfälle einfach in die Landschaft werfen. Das ergibt nicht nur ein unschönes Bild, sondern ist nachteilig für Mensch und Umwelt. Hoffentlich schaffen es unsere Kinder mit ihrer immer größeren Umweltbewegung hier ein Umdenken zu bewirken.

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel

 

 

Kinderfasching in Fronhausen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Die närrische Zeit ist mit dem Aschermittwoch zu Ende gegangen. Auch in Fronhausen fand nach langer Abstinenz endlich wieder eine Faschingsveranstaltung statt, die auf große Begeisterung der kleinen und großen Besucher stieß. Am Samstag, dem 02. März 2019 ab 13.11 Uhr zogen Kinder, Eltern und Großeltern ins Bürgerhaus Fronhausen ein und genossen bei toller Stimmung und vielen abwechslungsreichen Angeboten die 5. Jahreszeit.

Dass es überhaupt wieder eine solche Veranstaltung gab, ist dem Engagement und Einsatz einiger Eltern zu verdanken. Diese hatten die Idee eines Kinderfaschings in Fronhausen an die Gemeinde herangetragen und gleich offene Türen eingerannt. Gemeinsam entwickelten die Verwaltung und das Organisationsteam in mehreren Treffen die Rahmenbedingungen für die von der Gemeinde veranstaltete und durch die Eltern durchgeführte Faschingsfeier.

Unglaublich engagiert gelang es den Organisatorinnen ein tolles Programm zu entwickeln, Spenden von meist ortsansässigen Unternehmen einzuwerben und viele Helferinnen und Helfer zu gewinnen. Hier zeigte sich, was ehrenamtliches Engagement tatsächlich auf die Beine stellen kann. Alle waren mit Spaß und Einsatz bei der Sache, die Tische bogen sich unter der großen Anzahl an selbstgebackenen Kuchen, Pommes und Würstchen aus dem Grillzelt fanden dankbare Abnehmer und die Kinder hatten einen tollen Tag. Dank der eingegangenen Spenden und der Unterstützung durch die Gemeinde konnte auf Eintritt verzichtet, und die Speisen und Getränke nahezu zu Selbstkosten abgegeben werden. Und selbst die anschließende Beseitigung des Chaos, das Aufräumen, Säubern und Abbauen, wurde durch viele helfende Hände erledigt.

Die gelungene Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Ehrenamtlichen wird sicherlich im nächsten Jahr fortgesetzt und vielleicht noch mehr Besucher erfreuen. Dieses tolle Projekt zeigt, wie Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Fronhausen sich für ihre Mitmenschen engagieren, und findet hoffentlich in anderen Bereichen Nachahmer. Ich persönlich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die ehrenamtlich für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger tätig sind.

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel

 

 

Gesunkene Abwassergebühren

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

In den letzten Wochen sind Ihnen die Gebühren- und Steuerbescheide zugegangen. Während sich bei den Grund- und Gewerbesteuern, sowie den Wassergebühren im Vergleich zum letzten Jahr keine Änderungen ergeben haben, sind die Kanal- und Niederschlagswassergebühren angepasst worden.

Die Gemeinde Fronhausen ist seit einigen Jahren dem Zweckverband Mittelhessische Abwasserwerke (ZMA) angeschlossen. In den vergangenen Jahren hatten wir mit einem Betrag von 4,62 €/cbm eine kreisweite und auch verbandsweite Spitzenposition bei den Kanalgebühren, was aus dem vorhandenen Investitionsstau bei der Erneuerung der Abwasseranlagen resultierte.

Erfreulich ist allerdings, dass nach der guten Arbeit im Verband, erneuten Berechnungen und entsprechender Beschlussfassung des Verbandsvorstands und der Verbandsversammlung des ZMA, die Gebühren für Niederschlags- und Schmutzwasser ab dem 01.01.2019 einheitlich festgelegt wurden. Im gesamten Verbandsgebiet gelten nun zwar leicht höhere Niederschlagsgebühren von 0,53 €/cbm (gegenüber 0,51 €/cbm im letzten Jahr), aber deutlich gesunkene Schmutzwassergebühren von 3,96 €/cbm. Das bedeutet, dass pro Kubikmeter Abwasser 0,66 Euro weniger berechnet werden.

Dazu beigetragen hat vor allem der Entschluss, den ZMA vom Zweckverband Mittelhessischer Wasserwerke (ZMW) zu trennen. Eine transparentere Bewirtschaftung des Bereichs Abwasser und eine bessere Einflussnahme der Kommunen im Verbandsgebiet haben nun erste positive Ergebnisse gebracht. Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, Einsparungen zu ermöglichen.

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel