Neues aus dem Rathaus

19 Beiträge

Ausblick

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nachdem mit 2019 ein überaus erfolgreiches Jahr für die Gemeinde Fronhausen abgeschlossen wurde, stellt sich nun die spannende Frage, was uns das neue Jahrzehnt und insbesondere das Jahr 2020 wohl so bringen mag.

Da wir es geschafft haben trotz verspäteter Veröffentlichung der landesweiten Orientierungsdaten, unter Mühen, Anstrengungen und einer unglaublichen Kooperationsbereitschaft aller Gemeindevorstände und Gemeindevertreter den Haushalt für das Jahr 2020 schon am 12.12.2019 zu beschließen, erwarten wir eine zügige Bearbeitung durch die Kommunalaufsicht und das Regierungspräsidium.

Trotz eines enormen finanziellen Guthabens, dem erfolgreichen Ausgleich der seit 2008 aufgelaufenen Defizite und dem Abbau der Kassenkredite, erfüllt unser Haushaltsentwurf 2020 leider nicht alle Vorschriften der Haushaltsverordnung. Unser geplanter Überschuss von rund 785 T Euro besteht aus in den Vorjahren gebildeten Rücklagen. Es gibt jedoch eine Vorschrift, dass man die Ausgaben des laufenden Jahres nur durch die Einnahmen des gleichen Jahres bezahlen darf. Das wäre ins Privatleben übersetzt so, als würde man vorschreiben, dass für die Renovierung eines Hauses Sparguthaben nicht verwendet werden dürfen, sondern nur das laufende Einkommen.

Dies ist kaum logisch erklärbar.

Die hohe Gewerbesteuereinnahme im Jahr 2019 im Vergleich zur geringen Einwohnerzahl führt dazu, dass wir in 2020 über Umlagen mehr an den Landkreis und das Land Hessen zahlen müssen, als wir an Steuern einnehmen werden. Die Berechnung dieser Umlagen basiert nämlich auf den Einnahmen der Vorjahre. Als fünftkleinste Gemeinde im Landkreis müssen wir die vierthöchste Gewerbesteuerumlage zahlen, und werden in 2020 mit knapp 3 Mio Euro mehr belastet, obwohl wir tatsächlich wesentlich weniger Steuern als in 2019 erhalten werden. Brauchen wir also weniger Gewerbesteuer? Nein, wir brauchen mehr Einwohner, damit wir weniger Steuern abgeben müssen. Denn unser Guthaben wird schnell aufgebraucht sein, wenn wir in 2020 mehr abgeben als einnehmen.

Bei der Aufstellung des Haushalts haben wir darum gekämpft, eine Grundsteuererhöhung abzuwenden. Wem kann man erklären, dass die Aufsichtsbehörden trotz Rekordeinnahmen und hohen finanziellen Guthaben, allein aus Gründen der Einhaltung von Vorschriften und Vorgaben, der Gemeinde die Anhebung der Grundsteuer auf einen „zumutbaren“ Höchstsatz von derzeit 1.050 Prozentpunkten vorschreiben könnte. Dies haben wir hoffentlich erfolgreich verhindert.

In 2020 und auch in den Folgejahren müssen wir abwägen, was wir uns leisten können und müssen. Denn die Beschaffung von zwei Feuerwehrfahrzeugen, sowie der Bau des Stützpunktes Ost genießen Priorität und werden in den nächsten beiden Jahren knapp 4 Mio Euro kosten. Selbstverständlich ist die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen an den Stützpunkten in Oberwalgern und Fronhausen weiterhin geplant, eine Planungsgruppe aus Feuerwehrkräften, Gremienvertretern und einem Architekturbüro erarbeitet mögliche Umbaualternativen für diese Standorte. Die zeitliche Realisierung jedoch wird sich danach richten, welche Mittel wann zur Verfügung stehen. Auch nötige Ersatzbeschaffungen von Fahrzeugen und Ausrüstung sind für die Jahre 2020 und folgende vorgesehen, um den vorhandenen Investitionsstau möglichst zügig aufzulösen.

Dennoch kann sich unsere Gemeinde mit den bereits erreichten und zukünftig geplanten Maßnahmen wirklich sehen lassen.

Wir betreuen in unseren Kindergärten derzeit 187 Kinder in 9 Gruppen, davon 2 Krippengruppen für Kinder ab 1 Jahr, das sind 80% der Kinder zwischen 1 Jahr und Schuleintritt. Hierfür werden im nächsten Jahr rund 1,1 Mio Euro durch die Gemeinde gezahlt. Dass dies für Eltern ein gutes Angebot ist, zeigt sich in der steigenden Geburtenrate. Bis Anfang Dezember wurden im Jahr 2019 bereits 39 Kinder geboren. Natürlich bedeutet das, dass wir die provisorische Nutzung des DGH Bellnhausen für eine zusätzliche Kindergartengruppe schnellstmöglich durch eine permanente Lösung ersetzen müssen. Hier prüfen wir gerade verschiedene Varianten.

Auch durch Zuzug ist unsere Gemeinde gewachsen, in den letzten 4 Jahren um circa 70 Einwohner. Und das obwohl die Bemühungen um neue Baugebiete eher schleppend Fahrt aufnehmen. Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist groß und der Markt für Immobilien ist in Fronhausen unglaublich angespannt.

Die Erschließung des Baugebiets „Hasenpfad“ Bellnhausen in 2020 ist daher nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Deshalb arbeiten wir auch mit Nachdruck am Bebauungsplan „Stollberg/Sportfeld“ im Ortsteil Fronhausen. Natürlich ist Innenverdichtung eine hervorragende Lösung, aber auch erheblich schwieriger als das Wachstum im Außenbereich. Zumal es in diesem Gebiet bereits bestehende Häuser gibt, deren Eigentümer nun durch Erschließungsmaßnahmen beeinträchtigt werden. Die Schaffung weiterer Bauplätze ist allerdings nach der gescheiterten Ausweisung des Baugebiets „Lärchenscheid“ aufgrund der hohen Nachfrage unabdingbar. Im Ortsteil Oberwalgern werden wir in 2020 voraussichtlich ein Bebauungsplanverfahren starten, und sind auch in anderen Ortsteilen, natürlich auch im Kernort, weiterhin auf der Suche nach verfügbarem Bauland.

Aber auch der Bau kleiner und größerer barrierefreier und teilweise auch geförderter Wohnungen in Verbindung mit Flächen für Gewerbe im Ortskern Fronhausen wird in 2020 gemeinsam mit einem Investor geplant. Hierfür müssen allerdings zur Sicherung der benötigten Fläche noch die Voraussetzungen für den jetzigen Eigentümer in Form eines Ausweichgrundstücks für die Pferdehaltung geschaffen werden. Deshalb wird die Ausweisung des „Sondergebiets Reiten“ im Außenbereich vorangetrieben.

Um das bestehende Einzelhandelsangebot auszuweiten, wird die Verlagerung und Vergrößerung des Aldi Markts in 2020 voraussichtlich durch die gemeindlichen Gremien verabschiedet werden können. Hierdurch wird auch noch eine kleine Erweiterungsfläche für Gewerbe geschaffen.

Das Jahr 2020 ist für den Ortsteil Oberwalgern sehr bedeutend. Schließlich wird man nur einmal 1250 Jahre alt. Der eigens gegründete Förderverein hat in Rekordzeit ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Aber nicht nur Oberwälger, sondern die ganze Gemeinde und unsere Nachbarn sollten die Gelegenheiten nutzen, und mit den Oberwälgern feiern.

Weitere Themen, die uns in 2020 und darüber hinaus begleiten und beschäftigen werden sind beispielsweise die Untersuchung und eventuelle Umsetzung der Interkommunalen Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen Weimar und Lohra. Hierfür haben wir gerade einen Förderbescheid für die Machbarkeitsstudie erhalten, die die Gemeinde Fronhausen federführend für die beiden anderen Kommunen begleiten wird. Hier wird sicherlich ein Grundstein für die Zukunftsfähigkeit unserer kleinen Gemeinden gelegt, damit wir auch in Zukunft noch lokal aber effizient für die Bürgerinnen und Bürger da sein können.

Das Thema Zukunft wird auch durch den geplanten Glasfaserausbau in unserer Gemeinde aufgegriffen. Die Gemeindevertretung hat in ihrer Dezembersitzung die Kooperation mit der Deutschen Glasfaser zum flächendeckenden Ausbau bis in jedes Haus beschlossen. Hier werden wir zum Vorreiter für die gesamte Region, denn ein solcher Ausbau ist im ländlichen Raum bisher kaum anzutreffen. Voraussetzung ist jedoch, dass genügend Haushalte einen Vorvertrag mit der Deutschen Glasfaser abschließen werden. Detaillierte Informationen folgen.

Natürlich muss auch die bestehende Infrastruktur, unsere Straßen, Wege und Bauwerke unterhalten werden. Im letzten Jahr wurden immense Schäden an den Kanälen und Verrohrungen im Bereich der Gossestraße festgestellt. Hier schafften wir es, gemeinsam mit dem zuständigen Zweckverband umgehend die Sanierungsplanung in die Wege zu leiten. Sobald das beauftragte Planungsbüro die Informationen zusammengestellt hat, werden diese den Anliegern vorgestellt.

Als anerkannte Klimakommune behalten wir bei allen Projekten das Thema Nachhaltigkeit auf dem Schirm. Wir werden im März eine Baumpflanzaktion gemeinsam mit Hessen Forst und der NABU durchführen, Neubauten und teilweise auch Bestandsgebäude werden mit regenerativer Energie beheizt, Blühflächen werden geschaffen und noch viele andere Projekte initiiert. Um immer wieder Ideen zu sammeln, werden wir zu weiteren Workshops in diesem Bereich einladen.

Sie sehen, dass es in unserer Gemeinde nicht langweilig werden wird.

Es gibt noch viele weitere Themen, an denen wir arbeiten. Einige davon werde ich sicherlich im Wochenblatt und auf unserer Homepage in den nächsten Monaten vorstellen.

Falls es jedoch etwas gibt, was Sie schon immer mal interessiert hat, wozu Sie sich mehr Informationen wünschen, dann schreiben Sie mir gerne.

Wir haben auf unserer Internetseite den Bereich „Bürgerdialog“ eingerichtet, wo solche Fragen und die dazugehörenden Antworten zukünftig zu finden sind. Diese werden dann auch im Wochenblatt veröffentlicht.

Ich wünsche Ihnen und uns ein erfolgreiches Jahr 2020.

Ihre Bürgermeisterin
Claudia Schnabel

 

Jahreswechsel 2019/2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2019 ist Geschichte, also ist es Zeit das abgelaufene Jahr genauer zu betrachten.

Der Gemeinde Fronhausen ging es Ende 2019 finanziell so gut wie nie zuvor. Wir haben mit mehr als 2,7 Mio Euro Guthaben auf unseren Bankkonten das Jahr beschlossen. Und dies obwohl wir viele größere und kleinere Projekte begonnen oder fortgesetzt haben. Es ist uns gelungen, für viele Maßnahmen Fördergelder in erheblichem Umfang zu generieren.

Dazu beigetragen hat natürlich auch die gute wirtschaftliche Lage. Denn durch größere Nachzahlungen hat sich unsere Gewerbesteuereinnahme von geplanten 3,6 Mio Euro auf rund 5,3 Mio Euro erhöht. Leider können wir das Geld aber nicht mit vollen Händen für Projekte die uns wichtig sind ausgeben. Denn unsere hohe Gewerbesteuereinnahme im Vergleich zur geringen Einwohnerzahl führt dazu, dass wir in 2020 über Umlagen mehr an den Landkreis und das Land Hessen zahlen müssen, als wir an Steuern einnehmen werden. Denn die Berechnung dieser Umlagen basiert auf den Einnahmen der Vorjahre. Außerdem erhalten wir, anders als die meisten Kommunen im Land, in 2020 keine finanziellen Zuweisungen mehr.

Bis Mitte Dezember wurden im Jahr 2019 bereits 40 Kinder geboren, während allerdings im gleichen Zeitraum 65 Personen verstarben. Dass wir unsere Einwohnerzahl dennoch halten, bzw. sogar steigern, liegt an unserer nachgefragten Lage an Main-Weser-Bahn und B3. Außerdem bieten wir mit Einkaufsmöglichkeiten, medizinischer Versorgung, guten Kindergärten, Grundschule und weiterer Infrastruktur ein attraktives Umfeld.

Die Liste der Bauwilligen und Wohnungssuchenden ist lang, deshalb haben wir auch in 2019 große Anstrengungen unternommen, das Angebot zu erweitern. Mit den Bebauungsplänen „Sportfeld“, „Hermes Garten“, „Egerstraße“, sowie der Erschließungsplanung „Hasenpfad“ werden zumindest kleinere und mittlere Wohngebiete geschaffen. Die Zunahme der Einwohner ist ein unglaublich wichtiges Ziel auch im Hinblick auf unsere Gewerbesteuereinnahmen und deren Schwankungen. Denn wie bereits erwähnt, wird unsere Steuerkraft als Verhältnis zur Einwohnerzahl berechnet. Je mehr Einwohner, desto mehr Gelder verbleiben uns also zur Finanzierung unserer Ausgaben.

Durch den Beschluss des Bebauungsplans „Feldchen“ in Bellnhausen wurden die planerischen Voraussetzungen für den Bau des Feuerwehrstützpunkts Ost geschaffen. Auch die Umverlegung der Trinkwasserfernleitung und einige Rodungsmaßnahmen sind bereits abgeschlossen. Der Bauantrag wurde noch im Dezember eingereicht, so dass der neue Standort für die Wehren Hassenhausen, Sichertshausen und Bellnhausen nun immer greifbarer wird.

Die ärztliche Versorgung des Gemeindegebiets wurde in 2019 durch die Übernahme der Praxis Ruppert durch die Gemeinschaftspraxis Baalbaki glücklicherweise sichergestellt. Im Gegensatz zu anderen Kommunen konnten wir eine Verschlechterung durch den allseits herrschenden Ärztemangel glücklicherweise vermeiden.

Unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten wir zukünftig umso bewusster und zielgerichteter. Seit 2019 sind wir offiziell „Klimakommune“, und haben gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern ein Maßnahmenpaket entwickelt, welches wir in konkrete Projekte umsetzen werden. Hier arbeiten wir auch intensiv mit unserer Nabu Ortsgruppe und nehmen gerne Anregungen auf.

Bereits umgesetzt wurde der Anschluss des Bürgerhauses Fronhausen und des alten Rathauses an die Nahwärmeleitung der Bioenergiegenossenschaft. Ebenso wie bei der Beheizung des Kindergartens Bellnhausen setzt die Kommune hier auf die Nutzung nachhaltiger und regenerativer Energien, und wird dies auch bei weiteren Um- und Neubauten vorantreiben.

Im Bereich Natur- und Gewässerschutz wurde in 2019 auch die Abstimmung über die Renaturierung des Lahnabschnitts zwischen Röthgers Pfuhl bei Roth über Schenkenwäldchen zum Bellnhäuser Altarm mit allen Fachbehörden vorangetrieben.

Ebenfalls an der Lahn wurde im Bereich der Sichertshäuser Brücke in Zusammenarbeit mit dem Wasserverband Lahn-Ohm eine Fundamentsicherung durchgeführt. Durch Veränderung der Strömung drohte hier eine Unterspülung der Brückenfundamente.

Im vergangenen Jahr wurde die erste Hälfte der Umgestaltung des „Bürgerbahnhofs“ auf der Schwärz beendet. Mit der nun doppelten Anzahl an Stellplätzen sowie dem sogenannten Kiss and Ride Kurzzeitparkplatz haben wir ein sehr gutes Angebot für Pendler geschaffen, was sowohl der Umwelt als auch dem Erhalt unseres Bahnhaltepunkts zugutekommt. Auch der kleine Bolzplatz ist fertiggestellt, wird jedoch erst im Frühjahr freigegeben. Der ausgebrachte Rasen muss zuerst die Chance bekommen, stabil anzuwachsen. Durch den Abriss der alten Mehrzweckhalle hat sich das Aussehen des Platzes bereits sehr verändert, die Schuttberge werden noch im Januar verschwinden. Knapp 100.000 Euro Fördermittel wurden für diesen Bauabschnitt bereits in Anspruch genommen.

Auch die grundhafte Sanierung von zwei Wirtschaftswegeabschnitten wurde durch Fördermittel und Zuschüsse der Jagdgenossen erheblich unterstützt. Da der Lahn-Radweg auf einem der Abschnitte verläuft, wurde hier auch für die zahlreichen Nutzer dieses touristischen Angebots die Situation erheblich verbessert.

Zahlreiche Kulturveranstaltungen für Jung und Alt fanden durch Unterstützung der Gemeinde Fronhausen in 2019 statt. Neben einer Lesung im Rahmen des landkreisweiten Literaturfrühlings wurde z.B. Musiktheater, Puppentheater, Kinderfasching, Adventsnachmittag und vieles mehr angeboten und auch sehr gut angenommen.

Der Bürgerbus nahm in 2019 Fahrt auf, und wurde insbesondere zu Kaffeenachmittagen und Veranstaltung überaus gut angenommen. Auch die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer haben engagiert daran gearbeitet, das Angebot noch zu verbessern. Im Herbst wurde deshalb neben zwei Vormittagen auch ein Nachmittag in den Fahrplan aufgenommen.

Mit der Neuverpachtung der gemeindlichen landwirtschaftlichen Flächen über eine neue Laufzeit von 9 Jahren wurde ein Wunsch der Landwirte erfüllt. Diese Verpachtung erfolgte transparent mittels eines vorher durch gemeindliche Gremien beschlossenen Verfahrens.

Durch Mittel der Region Marburger Land, sowie durch Landesmittel im Rahmen „Starkes Dorf“ konnten in vielen Ortsteilen kleinere und größere Projekte umgesetzt werden. Beispielsweise wurde in Sichertshausen die Neugestaltung des Spielplatz Tannenweg begonnen, in Hassenhausen weitere Sportgeräte wie eine Tischtennisplatte am Bolzplatz gefördert, in Holzhausen der Vorplatz des DGH durch eine Boule-Bahn und neue Sitzmöbel aufgewertet, in Bellnhausen ein Pavillon am Spielplatz des DGH gefördert und in Fronhausen der Spielplatz in der Gossestraße um einen Wasser- und Matschspielbereich ergänzt.

Auch der Beginn des Jubiläumsjahres in Oberwalgern wurde durch zusätzliche Mittel des Regionalbudgets sowie tatkräftige Unterstützung des Bauamts und des Bauhofs bereits im Dezember mit der Einweihung des Oberwälger „Ohs“ an der Jubiläumsinsel ermöglicht.

Auf das erfolgreiche Jahr 2019 können alle stolz sein, die daran mitgewirkt haben. Sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde, die Mandatsträger, aber auch die vielen Freiwilligen und Ehrenamtlichen in Feuerwehr, Vereinen oder auch ganz individuell. Lassen Sie uns weiter daran arbeiten, unsere Gemeinde lebens- und liebenswert zu erhalten.

 

Claudia Schnabel,
Bürgermeisterin

Umgestaltung des Spielplatzes in der Gossestraße

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Die Spielplatzlandschaft in Fronhausen ist ab sofort um eine Attraktion reicher. Am Spielplatz Gossestraße wurde ein sogenannter Matschtisch installiert, der nun die vorhandenen Spielmöglichkeiten ergänzt. Hier wurde die einzigartige Gelegenheit genutzt, das Wasser der Brunnenanlage für eine spielerische Nutzung durch Kinder verfügbar zu machen. Durch die gezielte Umgestaltung der vorhandenen Brunnen-Quellsteinanlage in einen kleinen Wasserspielplatz ist der vorhandene Spielplatz erheblich aufgewertet worden. Die bisherige Brunnenanlage war sowohl oberflächlich als auch in den Zuleitungen sanierungsbedürftig. Zudem gab es aufgrund der klimatischen Bedingungen der letzten Jahre vermehrt Algenbildung in den Sommermonaten, so dass ein Bespielen des Brunnens durch Kinder kaum möglich war.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anfang nächsten Jahres findet noch die Ergänzung der Umzäunung sowie eine Aufwertung des angrenzenden Sitzbereichs statt, so dass die entstandene Spielmöglichkeit mit dem vorhandenen Spielplatz und der altersübergreifend genutzten Boule Bahn eine kleine Spiel- und Erholungslandschaft für alle Altersstufen mit hohen Aufenthaltsqualitäten bildet.  

Möglich war diese Veränderung durch die Bezuschussung des Projekts in Höhe von 80% mittels Geldern des sogenannten Regionalbudgets aus EU Mitteln der Region Marburger Land. Hierdurch wurden erhebliche Einsparungen für die Gemeinde bei der notwendigen Sanierung des Brunnens, aber vor allem ein Zugewinn an Spielmöglichkeiten für Kinder erzielt. Dies wurde auch durch den Ortsbeirat Fronhausen befürwortet, der das Projekt gemeinsam mit dem Bauamt der Gemeinde begleitete.

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel

 

1. Hessischer Bürgerbus-Tag

Einige Mitglieder des Bürgerbusteams der Gemeinde Fronhausen haben am Samstag, dem 19. Oktober 2019 den 1. Hessischen Bürgerbus-Tag besucht. Geboten wurde neben einem bunten Rahmenprogramm mit Improvisationstheater vor allem die Möglichkeit, sich mit anderen Bürgerbusbetreibern auszutauschen und von Erfahrungen zu profitieren.

Nach der Eröffnung durch den Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, Erfahrungsberichten aus drei Bürgerbusprojekten und einem Impulsvortrag zum Thema „Wie Engagierte ländliche Räume voranbringen“, wurden 10 Fahrzeuge an Kommunen und Initiativen übergeben. Somit rollen nun 101 Bürgerbusse über Hessens Straßen, 51 davon vom Land Hessen gefördert. „Hinter jedem Bürgerbus steht ein Team von durchschnittlich zehn Personen, die in ihrer Freizeit unterwegs sind. Die Projekte fördern also auch das ehrenamtliche Engagement vor Ort. Den zahlreichen Engagierten in unserem Land danke ich sehr für ihren außerordentlichen Einsatz“, so Wintermeyer.

Die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ hatte den Tag möglich gemacht. „Unser Ziel ist es, mit den Bürgerbus-Gruppen in Kontakt zu treten und ihnen weitere Hilfestellungen zu geben. Unabhängig davon, ob der Bus gerade erst anrollt oder schon länger läuft. Letztlich stehen alle Initiativen vor ähnlichen Herausforderungen. Damit wollen wir die Freiwilligen nicht alleine lassen, denn das Engagement soll ja auch Spaß machen“, sagte Martin Gehl, Projektleiter bei der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“.

Auch das Team aus Fronhausen hatte die Möglichkeit, Erfahrungen als eines von drei Bürgerbusprojekten an die anderen Betreiber weiterzugeben. Unter anderem stellte die Bürgermeisterin auf dem Podium das Konzept des Linienverkehrs in Fronhausen dar, berichtete aber auch von der Schwierigkeit, die der Kurzstreckenverkehr für ein Dieselfahrzeug darstellt, sowie von der damit einhergehenden Reparaturhäufigkeit.

Aus diesem Grund möchte das Bürgerbusteam Fronhausen noch einmal die ortsansässigen Vereine auf die Möglichkeit aufmerksam machen, den Bus an Wochenenden für den Vereinseinsatz, z.B. für Fahrten zu Auswärtsspielen oder anderen Gelegenheiten zu nutzen. Unser Bus freut sich auf längere Ausfahrten. Auskunft gibt die Gemeindeverwaltung.

Zudem weisen wir darauf hin, dass mit dem Fahrplanwechsel zum 01. Oktober 2019 der Linienverkehr Montag- und Freitagvormittag, sowie Donnerstagnachmittag bedient wird. Der Fahrplan hängt bereits an den meisten Haltestellen und wird regelmäßig im Wochenblatt veröffentlicht.

Die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer freuen sich über jede und jeden, die das Angebot annehmen. Außerdem auch über Zuwachs des Fahrerteams.

STEIGEN SIE EIN!

 

Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich besuchte am 29. August den „Güterbahnhof 1849“ in Fronhausen

„Mittelhessen ist eine Erfolgsregion, in der die Menschen gerne leben“ – davon ist Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich überzeugt und besucht gelungene, wirtschaftliche Entwicklungen in seinem Regierungsbezirk zwischen Limburg und Schlitz, Münchhausen und Hungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Projekten, die von Mitteln des LEADER-Programms, einer Förderung der EU und des Landes Hessen, profitieren konnten und in ihrer Region sowohl Wirtschaft als auch Lebensqualität voranbringen. Gemeinsam mit Mitgliedern des Vorstandes der Lokalen Aktionsgruppe der LEADER Region Marburger Land informierte sich RP Ullrich diesmal vor Ort über erfolgreiche Projekte.

„Es ist mir wichtig, mich mit den Mitgliedern der LEADER-Region über ihre Strategien sowie über durchgeführte und anstehende Projekte auszutauschen“, erläutert Christoph Ullrich. Zugleich lobt er den besonderen Charakter der Strategie: „Hier werden Ideen und Projekte nicht von außen aufgestülpt, sondern von lokalen Gruppen selbst entwickelt und vorangetrieben: das ist nachhaltig und sinnvoll.“ Das Geld für die Projekte stammt aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER).

Neben dem persönlichen Gespräch überzeugt sich der Regierungspräsident auch von erfolgreichen Projekten vor Ort. In diesem Zusammenhang besuchte Ullrich die Eventlocation „Güterbahnhof 1849“ in Fronhausen. Gelagert wird in der denkmalgeschützten Güterhalle nicht mehr, stattdessen wird Kulinarisches serviert. Im vergangenen Jahr erstrahlte das Gebäude in neuem Glanz. Ulf Stiller betreibt in Fronhausen eine Gastronomie und Eventlocation mit dem Charme der Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts. Die historische Halle wurde aufwendig saniert und um einen modernen Anbau ergänzt. Die Location bietet 100 Sitzplätze und eignet sich für Privatfeiern aller Art sowie Firmenveranstaltungen. „Wir sind nun rund ein Jahr im Betrieb und die Nachfrage ist riesig“, freut sich Betreiber Ulf Stiller.

„Ein beeindruckendes Projekt, dass die LEADER-Region Marburger-Land hier ausgewählt hat“, sagt Ullrich beim Gespräch mit den Delegationsmitgliedern. Mittelhessen profitiere in vielen Bereichen von Fördermitteln der Europäischen Union. „Ob Zuschüsse zur Existenzgründung oder Betriebserweiterung, Ausbau von Wanderwegen oder der Umbau eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses zum Ferienhaus – die LEADER-Projekte sind so vielfältig wie Europa selbst.“

Während dieses Termins nutzte Herr Dr. Ullrich auch die Möglichkeit mit anderen Projektträgern sowie einigen Gremienvertretern aus der Gemeinde ins Gespräch zu kommen. Vorstandsmitglieder des Fördervereins „1250 Jahre Oberwalgern“ stellten die laufenden Planungen des Festjahres vor. Auch das Grabsteinprojekt an der Kirche in Fronhausen wurde kurz diskutiert. Somit konnte der Regierungspräsident vielfältige Eindrücke und Ideen mitnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildunterschrift:

Alte Güterhalle Fronhausen (v.l.): Hans Christian Malzahn (Oberwalgern), Alexandra Klusmann (Regionalmanagement LEADER-Region Marburger Land), Gunthram Schenk zu Schweinsberg (Fronhausen), Bürgermeisterin Claudia Schnabel (Fronhausen), Ulf Stiller („Güterbahnhof 1849“ Fronhausen), Ortsvorsteher Dr. Lothar Mann (Fronhausen), Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, Bürgermeister Peter Eidam (Vorsitzender LEADER-Region Marburger Land)

Foto: RP Gießen

 

 

Einweihung der Werbeflächen des Bürgerbusses

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Ende Juni ist es so weit: Der Bürgerbus erhält den letzten Feinschliff und die Werbung wird angebracht. Zur feierlichen Einweihung der Werbeflächen des Busses sind Sie herzlich eingeladen! Nutzen Sie diesen Termin auch um sich über die Angebote und Möglichkeiten des Bürgerbusses zu informieren und um das Team der Fahrer und Organisatoren kennenzulernen.

Die Veranstaltung findet statt am Freitag, dem 28.06.2019, ab 14:00 Uhr am Rathausvorplatz Fronhausen, Schulstraße 19, 35112 Fronhausen.

Ihre
Claudia Schnabel,
Bürgermeisterin

 

Klimaworkshop in Fronhausen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am 21.05.2019 veranstaltete die Gemeinde Fronhausen im Rahmen der Aktion „100 Kommunen für den Klimaschutz“ einen Workshop im Bürgerhaus Fronhausen. Rund 25 interessierte Personen brachten sich engagiert und mit vielen guten Ideen aktiv ein.

In Zusammenarbeit mit Sachverständigen des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Landes-Energie-Agentur wurden zu den Themenbereichen Energiesparen, Energieerzeugung, Mobilität und Umwelt-/Naturschutz Anregungen aufgenommen, um sie in die zukünftigen Planungen und Ziele im Rahmen eines Aktionsplans der Gemeinde einzubinden. Leitlinie hierzu war die Möglichkeiten aufzuzeigen, die vor Ort in den Dörfern durch die Einwohnerinnen und Einwohner und die Gemeinde beeinflussbar sind.

Die gesammelten Ideen werden nun aufgearbeitet und in einen Maßnahmenplan eingebracht. Kurzfristig umsetzbare Aktionen wie die Umwandlung kommunaler Flächen in Blühstreifen werden ebenso verfolgt wie mittel- und langfristigere Ziele wie beispielsweise die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger sollen zukünftig noch stärker informiert werden, z.B. durch Beratungsangebote wie die monatlich stattfindende Energieberatung im Rathaus oder die Veröffentlichung von Tipps im Wochenblatt.

Diese Veranstaltung war nur der Auftakt und soll nicht einmalig bleiben. Klimaschutz geht uns alle an, und dieser Verantwortung wollen wir uns stellen. Der Gemeindevorstand und „die Politik“ haben mit diesem Workshop klar den Willen zur Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen und interessierten Einwohnerinnen und Einwohnern signalisiert. Wir können nur dazu aufrufen, dies zu nutzen.

Zum Ende der Veranstaltung wurde die Charta „Hessen aktiv: Die Klimakommunen“ von Frau Bürgermeisterin Schnabel im Beisein von Herrn Dr. Karsten McGovern unterzeichnet, womit die Gemeinde Fronhausen den Klimakommunen des Landes Hessen beitrat.

 

 

Informationen zu Straßenbeiträgen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Der Straßenbeitrag ist eine Kommunalabgabe, die für bestimmte Maßnahmen des Straßenbaus (Um- oder Ausbau von öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen) erhoben wird. Grundsätzlich müssen die Kommunen, die über entsprechendes Satzungsrecht verfügen, für die Erneuerung, Erweiterung und Verbesserung von Straßen und Plätzen von den Anliegern Straßenbeiträge fordern. Nicht beitragspflichtig sind Reparatur- und Unterhaltungsarbeiten. Nicht zu verwechseln sind die Straßenausbaubeiträge mit dem Erschließungsbeitrag nach den Regelungen des Baugesetzbuches (BauGB). Denn der Erschließungsbeitrag wird für die erstmalige Herstellung einer Verkehrsanlage, wie einer Straße, einem Weg oder einem Platz fällig.

In Hessen sind sowohl einmalige als auch wiederkehrende Straßenbeiträge zulässig. Würden Straßenbeiträge nicht erhoben, bleibt derzeit nur die Finanzierung von Maßnahmen aus allgemeinen Steuermitteln.

Der Kostenaufwand bei einmaligen Straßenbeiträgen wird auf alle Grundstücke verteilt, die einen Vorteil von der Maßnahme haben. Das sind in der Regel Grundstücke, die direkt oder indirekt (sog. Hinterliegergrundstücke) an die Straße bzw. Straßenabschnitt angrenzen.

Die Höhe der auf die einzelnen Grundstücke entfallenden Straßenbeiträge ist abhängig von:

  • den beitragsfähigen Kosten der Baumaßnahme,
  • der Verkehrsbedeutung der Straße bzw. Teileinrichtung (Fahrbahn, Gehweg, Beleuchtung etc.)
  • der Größe des Grundstücks
  • und seiner Bebauung (Anzahl der Vollgeschosse)
  • der Art seiner Nutzung (Wohnnutzung oder gewerbliche Nutzung).

Der Anteil der Anlieger an den umlagefähigen Kosten richtet sich nach der Verkehrsbedeutung der Straße.

Der prozentuale Anteil für die Anlieger beträgt:

  • 75% des beitragsfähigen Aufwands bei Anliegerstraßen
  • 50% des beitragsfähigen Aufwands bei innerörtlichen Durchgangsstraßen
  • 25% des beitragsfähigen Aufwands bei überörtlichen Durchgangsstraßen.

Wiederkehrende Beiträge bedeuten jährliche, geringere Zahlungen aller Grundstückseigentümer, deren Grundstücke baulich oder gewerblich zu nutzen sind und die an einer öffentlichen Verkehrsanlage liegen oder Zugang dazu haben. Anwohner, die in den letzten Jahren Erschließungs-/ Ausbaubeiträge gezahlt haben, bleiben bei der Ermittlung für einen Zeitraum von längstens 25 Jahren unberücksichtigt.

Der Straßenbeitrag wird individuell für jedes Grundstück aus

  • der Grundstücksfläche (Grundbuchfläche)
  • einem Nutzungsfaktor (abhängig von der Geschossflächenzahl nach Bebauungsplan/tatsächlich vorhandenen oder in der Umgebung vorhandenen Vollgeschossen)
  • einem Beitragssatz
  • einem Artzuschlag (Gewerbegebiet/Industriegebiet)

berechnet.

Allerdings sind die Verwaltungskosten für die Berechnung und Erhebung wiederkehrender Beiträge erheblich. Dies sieht auch der Bund der Steuerzahler so, und rät von der Einführung dieser Beitragsform ab.

Für die Länder ist es reizvoll für eine Änderung bei Straßenausbaubeiträgen im Wahlkampf zu werben. Denn auf die Berechnung der Anliegerkosten für die betreffenden Maßnahmen im Straßenbau, reagieren Bürger oft mit Unverständnis. Das Versprechen, die betreffende Bestimmung ändern zu wollen, kann deshalb viele Wählerstimmen bedeuten.

Die hessische Gesetzesreform von 2018, also die Verlagerung der Entscheidung ob Straßenbeiträge erhoben werden oder nicht, war aus kommunaler Sicht absolut ungeeignet. Den Kommunen wird der „Schwarze Peter“ zugeschoben, denn finanzstärkere Kommunen können eventuell auf die Beträge verzichten, während finanzschwächere Kommunen diese weiter erheben müssen. Der einzige Vorteil der neuen Regelung ist die Stundungsfrist von bis zu 20 Jahren, so dass die Bürger ähnlich wie bei wiederkehrenden Beiträgen geringe Zahlungen pro Jahr leisten können. Diese Regelung wird in unserer Gemeinde bereits von einigen Beitragspflichtigen in Anspruch genommen.

Straßenbeiträge spalten die Bürger und die Politik. Immer mehr Kommunen geben dem Druck nach und schaffen Beiträge ab, auch solche die es sich nicht leisten können.

Statt der Verlagerung der Entscheidung auf die Kommunen hätte die hessische Landesregierung nach dem Beispiel Bayerns ein deutliches Zeichen setzen können. Eine Finanzierung aus dem Kommunalen Finanzausgleich, ähnlich wie bei der Freistellung der Eltern von den Kindergartenbeiträgen, wäre die einzig zufriedenstellende Lösung. Hierzu haben alle Bürgermeister und die Bürgermeisterin im Kreis Marburg-Biedenkopf im letzten Jahr eine Resolution an die Landesregierung unterzeichnet, ebenso die Bürgermeister/innen  anderer hessischer Landkreise. Die Landesregierung zeigt sich aber leider bei diesem Thema nicht gesprächsbereit.

Verzichtet eine Kommune auf Straßenbeiträge müssen zur Finanzierung Steuermittel eingesetzt werden. Das jedoch setzt eine Steuerspirale in Gang. Von 1 Euro Grundsteuer bleiben in der Gemeinde Fronhausen nach Zahlung in den Kommunalen Finanzausgleich circa 40 Cent übrig. Um also einen Betrag in Höhe von rund 475 Tausend Euro, wie derzeit bei der Zwester-Ohm-Straße als Anliegerbeitrag berrechnet, durch Steuern zu finanzieren, müssten zusätzlich rund 1,2 Millionen Euro Grundsteuer erhoben werden. Dies entspricht einer Anhebung der Grundsteuer B von 390% auf 1.300%.

Da jedoch unser Einzahlungsbetrag in den Kommunalen Finanzausgleich anhand der Steuerquote, also grob gesagt den Steuereinnahmen berechnet wird, würden wir im folgenden Jahr nach der Anhebung noch mehr in den KFA abgeben. Dann blieben uns statt 40 Cent eventuell nur noch 35 Cent und so weiter. Aus diesem Grund ist eine Finanzierung über Steuern die denkbar ungünstigste Lösung für die Bürger.

Aus diesem Grund hoffe ich, dass die Anträge der Opposition im hessischen Landtag, sowie die Eingaben der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Hessen zukünftig zu einer Änderung führen. Nur wenn das Land sich an der Finanzierung beteiligt, haben wir eine Chance auf Abschaffung der Straßenbeiträge.

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel

 

Informationen zu laufenden Bauleitplanverfahren der Gemeinde

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in der Öffentlichkeit werden jeweils nur Beschlussfassungen des Parlaments oder Stellungnahmen der Ortsbeiräte zu laufenden Bauleitplanverfahren bekannt gegeben. In der Zwischenzeit sind die Verwaltung und die beauftragten Planer jedoch nicht untätig, sondern arbeiten plangemäß notwendige Verfahrensschritte ab. Hierzu möchte ich Sie über einige aktuelle Sachstände informieren.

Für das Gebiet Hasenpfad Bellnhausen fehlt noch die Genehmigung des Regierungspräsidiums. In der Zwischenzeit erfolgen jedoch die Erschließungsplanung und die Abstimmung mit den Verbänden Wasser und Abwasser, sowie dem Energieversorger. Ein Verkauf der Bauplätze war zeitnah geplant, wird sich jetzt jedoch wegen der Ablehnung der Bauplatzvergaberichtlinien durch die Gemeindevertretung verzögern. Sobald die Modalitäten der Vergabe feststehen, wird der Verkauf vorbereitet.

Die Bauunterlagen für den gemeinsamen Feuerwehrstandort Ost in Bellnhausen werden durch den beauftragten Architekten in Abstimmung mit der Planungsgruppe bestehend aus Feuerwehrführung und Vertretern der gemeindlichen Gremien derzeit vorbereitet. Die auch für die Verlegung der Fernwasserleitung notwendigen Bodenuntersuchungen sowie naturschutzrechtlichen Gutachten und Höhenvermessungen werden zurzeit durchgeführt. Sobald alle nötigen Informationen vorliegen, kann der Beschluss des Bebauungsplans vorbereitet werden.

Im Ortsteil Fronhausen ist der Entwurf für die Änderung des Bebauungsplans „Am Sportfeld“ zwischen Gemeinde und Planungsbüro in der Abstimmung. Zeitgleich erfolgen naturschutzfachliche Untersuchungen des Gebiets, die Erstellung der Lärmschutzprognose sowie Vermessungen. Parallel dazu bereitet das Amt für Bodenmanagement einen Umlegungsentwurf vor und wird baldmöglichst die betroffenen Eigentümer einbeziehen.

Für die Erweiterung des Gewerbegebiets Marburger Straße „Rewe/Aldi“ haben Abstimmungsgespräche mit Hessen Mobil und der Unteren Wasserbehörde bezüglich des im Gebiet verlaufenden Grabens und der nötigen Abstandszone zur Landesstrasse stattgefunden. Der nächste Schritt im Bauleitplanverfahren wird zügig erfolgen.

Auch im Bereich „vorderster Boden“ in Fronhausen, zwischen Schubertstrasse und Gewerbegebiet „Rewe/Aldi“ werden Gutachten und Untersuchungen derzeit erstellt. Eine zügige Ausweisung dieses Gebiets für dringend benötigte bezahlbare Wohnungen in verschiedenen Größen wird mit Nachdruck vorangetrieben.

 

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel

 

Start der Breitenausbildung im Rahmen des Projekts „Herzsicherer Landkreis“

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Fronhausen hat als erste Gemeinde im Rahmen des Projekts „Herzsicherer Landkreis“ der Björn Steiger Stiftung im Juni 2018 einen sogenannten Laien Defibrillator im Rathaus erhalten. Dieser wurde finanziert durch die Firma Optik Schneider Fronhausen. Auch im Bürgerhaus Fronhausen wurde zur gleichen Zeit ein solches Gerät angebracht. Darum bildete Fronhausen am 10.04.2019 auch den Auftakt für die Breitenausbildung der Bevölkerung. „Uns ist es besonders wichtig, dass die Bevölkerung nicht nur die Standorte der AED-Geräte kennt. Darüber hinaus soll sich auch jeder Einwohner zutrauen, die Geräte im Notfall zu benutzen“, sagte Michael Müller, Manager des Projekts „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung.

Während der ersten öffentlichen und kostenfreien Schulung im Bürgerhaus Fronhausen erhielten die zahlreich Anwesenden eine Einweisung durch Thomas Kriebel vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Anschließend an die theoretischen Erläuterungen konnten die Schulungsteilnehmer in Fronhausen ihr Wissen praktisch an Übungspuppen anwenden und nutzten die Chance Fragen zu stellen.


Nachdem ich bereits nach der Installation des Geräts im Rathaus eine Einweisung erhielt bin ich überzeugt, dass jeder Mensch ein AED problemlos nutzen und somit Leben retten kann. Nichts ist schlimmer als hilflos daneben zu stehen, wenn jemand Hilfe benötigt. Deshalb ist es wichtig, die Chance der Breitenausbildung zu nutzen und somit die Angst vor der Ersten Hilfe zu verlieren. Weitere Veranstaltungen werden in anderen Gemeinden und auch zu einem späteren Termin noch einmal in Fronhausen erfolgen.

Weitere „Defis“ sollen auch in den Ortsteilen installiert werden. Hierfür hat die Björn Steiger Stiftung bereits im letzten Jahr Kontakt zu einigen Gewerbetreibenden aufgenommen. Jedes Gerät kostet über die Laufzeit circa 3.000 Euro. Leider war bisher die Bereitschaft zur Finanzierung neuer Geräte gering. Während der Ausbildungsveranstaltung brachten die Anwesenden jedoch bereits jede Menge gute Ideen ein. Die Fitness-Frauen Bellnhausen regten beispielsweise eine Sammelaktion durch Vereine in den Ortsteilen an. In den nächsten Tagen werde ich deshalb mit den Ortsvorstehern Kontakt aufnehmen, um das Projekt weiter voranzutreiben.

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel

 

Bürgerbus der Gemeinde, Finanzminister Schäfer besucht Fronhausen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Die Gäste der Tour II am vergangenen Freitag, dem 05. März 2019, durften sich über einen prominenten Fahrer des Bürgerbusses freuen. Der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer lenkte gekonnt und sicher, dirigiert durch unseren ehrenamtlichen Fahrer Ernst Schmalzbauer, den Bus von Fronhausen über Sichertshausen, Hassenhausen, Erbenhausen und Bellnhausen zurück nach Fronhausen. Unterwegs nutzte er die Gelegenheit mit den Mitfahrer/innen ins Gespräch zu kommen.

Zurück in Fronhausen fand im Güterbahnhof 1849 ein gemeinsamer Termin mit Fahrerinnen und Fahrern sowie der Koordinatorengruppe und Mitgliedern des Gemeindevorstands statt. Hier dankten Minister Schäfer und ich allen, die bisher zum gelungenen Projekt Bürgerbus beigetragen haben. Herr Dr. Schäfer sagte: „Ohne Ihren gemeinnützigen Einsatz wäre es nicht möglich, solch ein Projekt mit insgesamt zwölf wöchentlichen Bustouren zu stemmen. Ihr ehrenamtlicher Einsatz ist eine enorme Hilfe für die Mitbürgerinnen und Mitbürger, die womöglich nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind, aber nicht den Anschluss an die Infrastruktur vor Ort verlieren dürfen. Herzlichen Dank für Ihr großes Engagement!“. Bei den vom Güterbahnhof Team wunderbar angerichteten Häppchen und Kuchen genossen die Anwesenden noch eine entspannte Zeit mit dem Finanzminister, der zusätzlich zum bereits geförderten Bus noch einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro für den weiteren Betrieb dieses Angebots zusagte.

 

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel

Literaturfrühling im Landkreis Marburg-Biedenkopf

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Gemeinsam mit anderen Städten und Gemeinden nahm Fronhausen am Literaturfrühling im Landkreis Marburg-Biedenkopf teil. Am 03.04.2019 fand ab 19 Uhr im Güterbahnhof 1849 die Lesung „Mehr als tausend Worte“ von Lilli Beck statt. „Lesungen an außergewöhnlichen Orten“ lautete der Leitgedanke der Veranstaltungsreihe, der in Fronhausen eindeutig umgesetzt wurde. Über 100 Besucherinnen und Besucher genossen im Ambiente des geschmackvoll restaurierten Gebäudes, welches erst vor kurzem mit einem Denkmalschutzpreis des Landkreises ausgezeichnet wurde, eine kurzweilige aber auch nachdenklich machende Lesung. Schließlich gewährte die vorgestellte Geschichte Einblick in das Leben der jungen Jüdin Aliza, die während der Nazi-Herrschaft nach England flieht. Frau Beck erzählte von Flüchtlingsquoten, und der Weigerung der meisten Länder, Juden aufzunehmen. Parallelen zur heutigen Flüchtlingsproblematik waren unverkennbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ausrichtung dieser Veranstaltung wurde durch finanzielle Unterstützung des Landkreises und der Region Marburger Land ermöglicht. Allerdings war auch die kostenlose Nutzung des Güterbahnhofs eine Voraussetzung. So konnte auf Eintritt verzichtet werden, die eingenommenen Spenden kommen den Kindergärten der Gemeinde zu gute. Frau Beck war übrigens sehr angetan vom tollen Ambiente und den interessierten Besucherinnen und Besuchern. Auch die Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises lobten die Auswahl des Orts und die unerwartete Resonanz. Nachdem die Veranstaltung so hervorragend angenommen wurde, hat der Gemeindevorstand für nächstes Jahr die Teilnahme Fronhausens an der Lesereihe gleich wieder angemeldet.

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel