Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Deportation von Fronhäuser, Rother und Neustädter Juden nach Riga am Bahnhof Fronhausen

Am 8. Dezember jährt sich die erste Deportation von Jüdinnen und Juden aus Fronhausen und Roth in das Ghetto Riga in Lettland zum 80. Mal. Doch es waren nicht nur gebürtige und eingeheiratete Fronhäuser und Rother Juden, sondern unter ihnen befanden sich auch Familien, die wenige Monate zuvor ihre Heimatstadt Neustadt verlassen mussten und bei den Fronhäusern und Rother jüdischen Familien zwangseinquartiert wurden. Sie alle und weitere aus dem Kreis Marburg wurden nach Kassel gebracht, wo ein großer Transport von rund 1000 Jüdinnen und Juden aus dem Regierungsbezirk Kassel zusammengestellt wurde.

Was folgte, waren Arbeitslager, Hunger, Elend, Misshandlungen, Weitertransporte in Vernichtungslager, Ermordungen, Todesmärsche. Nur ganz wenige von ihnen haben diese Torturen überlebt und wurden 1945 befreit.

Der Arbeitskreis Landsynagoge Roth lädt am 8. Dezember 2021 um 17:00 Uhr herzlich zu einer Gedenkfeier am Bahnhof Fronhausen ein. Es wirken mit Bürgermeisterin Schnabel, ein Vertreter der Stadt Neustadt, Pfarrerin Scholz und Pfarrer Hahn, Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie Thorsten Schmermund von der Jüdischen Gemeinde Marburg. Die musikalische Umrahmung gestaltet Katharina Fendel aus Fronhausen.

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