Gebührenerhöhungen stehen zum 01. Januar 2020 beim Müllabfuhrzweckverband Biedenkopf an

In ihrer letzten Sitzung haben die Abgeordneten/-innen der Verbandsversammlung eine Gebührenerhöhung beschlossen, welche zum 01. Januar 2020 in Kraft tritt.

Die Gebühren in ihrer Übersicht:

GefäßtarifGebühren altGebühren ab 01.01.2020Veränderung in %Veränderung in €/Jahr
Restmüll 80 L, 4-wöchentlich

71,76 €

78,12 €

8,86%

6,36 €

REtsmüll 80 L, 2-wöchentlich

143,40 €

155,88 €

8,70%

12,48 €

Restmüll 120 L, 4-wöchentlich

106,68 €

116,16 €

8,89%

9,48 €

Restmüll 120 L, 2-wöchentlich

213,24 €

231,72 €

8,67%

18,48 €

Restmüll 240 L, 4-wöchentlich

210,24 €

230,16 €

9,47%

19,92 €

Restmüll 240 L, 2-wöchentlich

420,36 €

459,60 €

9,33%

39,24 €

Restmüll 1,1 m³, 2-wöchentlich

1.928,52 €

2.101,08 €

8,95%

172,56 €

Restmüll 1,1 m³, wöchentlich

3.899,64 €

4.448,04 €

14,06%

548,40 €

Restmüllsack

5,20 €

5,60 €

7,69%

0,40 €

Bioabfall 120 L

33,00 €

38,40 €

16,36%

5,40 €

Bioabfall 240 L

60,00 €

72,48 €

20,80%

12,48 €

Bioabfall 1,1 m³

288,00 €

341,04 €

18,42%

53,04 €

Bioabfall Zusatzgefäß 120 L

68,04 €

75,00 €

10,23%

6,96 €

Bioabfall Zusatzgefäß 240 L

117,00 €

145,68 €

24,51%

28,68 €

Bioabfall Zusatzgefäß 1,1 m³

613,20 €>

676,56 €

10,33%>/p>

63,36 €

“Prozentual hört sich das verheerend an, aber das ist weit weg von jeglicher Inflation, denn von 2006 bis 2012 seien die Gebühren ja schon einmal höher gewesen”, so Christoph Felkl, Verbandsvorsteher des MZV.

Die letzte Erhöhung war im Jahr 2006, im Jahr 2013 und in den Folgejahren wurden die Gebühren sogar zweimal reduziert, da man die hohen angesammelten Rücklagen – entstanden durch die Erzielung hoher Papiererlöse – an die Bürger weitergeben konnte.

In den letzten Jahren lagen die Gebühren weit unter den Kosten, die Rücklagen sind aber mittlerweile aufgebraucht und hinzukommt, dass die Papiererlöse in einen negativen Bereich gefallen sind. “Wir haben ein jährliches Einnahmeminus von ca. 600.000 € zu verzeichnen. Dies rührt in erster Linie daher, dass die Volksrepublik China – Hauptabnehmer der Altpapiere – die Geschäfte beendet hat und in zweiter Linie daran, dass die Digitalisierung weiterhin auf dem Vormarsch ist und somit weniger graphische Papiere im eigenen Land produziert werden”, so die Leiterin der Geschäftsstelle, Anja Reichel.

Der Verband sieht sich somit gezwungen die Gebühren kostendeckend zu erhöhen.

Die Gebühren im Restmüllbereich liegen aber noch weit unter den Gebühren aus dem Jahr 2006, die Gebühren im Biobereich steigen, müssten aber eigentlich noch höher sein. Dadurch, dass man sie über den Restmüll quersubventioniert, liegen sie weit unter den tatsächlichen Kosten.

Wenn man sich z.B. die Kostensteigerung eines 240 L Bioabfallgefäßes in der zweiwöchentlichen Leerung ansieht, dann ist bei einer Erhöhung von 12,48 € umgerechnet auf 26 Leerungen im Jahr, eine Erhöhung der Abfuhr auf 0,48 € pro Leerung zu verzeichnen.

 

Print Friendly, PDF & Email
Seite übersetzen »
RSS
Facebook