Grußwort zum Jahreswechsel 2019

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Ich möchte Ihnen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2019 wünschen. Die Zeit „zwischen den Jahren“ ist immer eine gute Gelegenheit, sowohl Rückschau auf das abgelaufene Jahr zu halten, aber auch Ziele und Wünsche für das nächste zu formulieren.

Mit dieser Kolumne werde ich Sie in Zukunft über wichtige Themen informieren. Gerne können Sie auch in der Verwaltung Wünsche äußern, welche Themen wir aus dem Rathaus demnächst näher erläutern sollen.

Für die Gemeinde Fronhausen war das Jahr 2018 sehr erfolgreich. Wir haben zu den relevanten Stichtagen 30. Juni und 31. Dezember 2018 alle Voraussetzungen erfüllt, um in das Investitionsprogramm der Hessenkasse aufgenommen zu werden. Somit erhalten wir einen Betrag von rund 750.000 Euro, den wir für unsere zukünftigen Investitionen einsetzen können. In den letzten drei Jahren haben wir einen weiten Weg zur Entschuldung zurückgelegt, und haben es geschafft die Kassenkredite auf Null zu fahren. Trotz allem ist es uns aber gelungen, große Investitionsmaßnahmen auf den Weg zu bringen.

Im abgelaufenen Jahr waren Anträge für mehrere Förderprogramme erfolgreich. So sind uns kurz vor Weihnachten quasi als vorgezogenes Geschenk noch einige Bescheide zugegangen. Für die Neugestaltung des Platzes am Bahnhof zum sogenannten „Bürgerbahnhof“ wurden im Beisein vieler an der Konzeption beteiligter Mitbürger*innen durch die Landrätin eine Zuwendung in Höhe von 250.000 € aus Mitteln der Europäischen Union übergeben. Die Arbeiten, die mit dem Abriss der alten Mehrzweckhalle starten, beginnen im ersten Quartal 2019.  Für die Anschaffung eines „Bürgerbusses“ aus dem Programm „LAND HAT ZUKUNFT – Heimat Hessen“ erhielten wir Mittel in Höhe von rund 30.000 €. Sobald der Bus zur Verfügung steht, werden wir gemeinsam mit den Ortsbeiräten Veranstaltungen in allen Ortsteilen zur Vorstellung des Bürgerbusses und des Betriebskonzepts organisiert.  Aus dem Projekt „Digitale Dorflinde“ wurden uns zur Ausrüstung der Bürgerhäuser, Dorfgemeinschaftshäuser, dem Rathaus und dem neuen Bürgerbahnhof mit freiem WLAN  8.000 Euro übergeben. Zudem haben wir in 2018 Förderzusagen für den Neubau des Feuerwehrstützpunkts Ost über rund 178.000 Euro und für die Beschaffung eines Staffellöschfahrzeugs in Höhe von 56.000 Euro erhalten. Im Ortsteil Hassenhausen wurde ebenfalls mit Mitteln der EU, zahlreichen Spenden und Eigenmitteln der Gemeinde das Backhaus saniert und der neue Ofen bereits in Betrieb genommen. Aus einem Programm zur Sanierung landwirtschaftlicher Wege erhielt die Gemeinde eine Förderzusage in Höhe von rund 140.000 Euro für drei Streckenabschnitte in verschiedenen Gemarkungen. Zudem haben mehrere Ortsteile aus dem Programm „Starkes Dorf“ Förderungen für kleinere Projekte erhalten. Es ist uns gelungen, gemeinsam mit ehrenamtlich tätigen Gruppen für die Gemeinde erhebliche Mittel zu akquirieren und zum Wohle aller einzusetzen.

Die Baumaßnahme Bergstraße wurde sowohl im Kosten- als auch im Zeitrahmen abgeschlossen. Trotz mehrerer Gespräche mit dem Schulträger, den Beförderungsunternehmen und anderen Beteiligten war eine Verringerung des Busverkehrs leider bisher noch nicht erfolgreich. Nach Freigabe der Straße für den allgemeinen Verkehr kam es wiederholt zu kritischen Situationen im Begegnungsverkehr mit Schulbussen und dem Busverkehr allgemein, die jedoch durch die Verwaltung jeweils sofort an die zuständigen Stellen gemeldet wurden. Ich appelliere an dieser Stelle noch einmal an die Vernunft und gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer, egal ob Busfahrer, Elterntaxis oder Anlieger, um insbesondere die Sicherheit der Schüler nicht zu gefährden.

Am 01.03.2018 nahm der Naturkindergarten Holzhausen seinen Betrieb auf, und bereichert seitdem die Betreuungslandschaft in der Gemeinde. Auch die letzten Arbeiten am Anbau mit zwei neuen Gruppenräumen im Kindergarten Bellnhausen wurden im abgelaufenen Jahr beendet. Die Gestaltung der Außenanlage wird im Frühjahr 2019 vollzogen. Trotz dieses zusätzlichen Angebots zeichnet sich aber wiederum eine Unterversorgung an Betreuungsplätzen für das kommende Kindergartenjahr 2019/2020 ab.

Die der B 3 anliegenden Ortsbeiräte und der Gemeindevorstand haben sich mit der Problematik der gesteigerten Lärmbeeinträchtigung nach der Fahrbahnerneuerung der B 3 beschäftigt und jeweils Stellungnahmen zum Lärmaktionsplan abgegeben. Alle Ortsbeiräte beschreiben eine enorme Zunahme des Geräuschpegels und begründen eine Forderung nach Lärmschutzmaßnahmen. Betreffend des von der Stadt Marburg initiierten Umwidmungsverfahrens der B3 in eine Autobahn (A485) hat sich eine Arbeitsgemeinschaft der Anliegerkommunen (Staufenberg, Lollar, Weimar (Lahn) und Fronhausen) gegründet. Weimar hat mittlerweile gegen eine Umwidmung gestimmt. In den anderen Kommunen muss das Parlament sich noch formell mit der Planung auseinandersetzen.

Die Gemeindevertretung beauftragte in der letzten Sitzung des Jahres 2017 den Gemeindevorstand, mit der MSLT (Marburg Stadt Land Tourismus) und weiteren Partnern ein neues Konzept für den Autofreien Sonntag zu erarbeiten und dabei auch eine alternative oder erweiterte Route sowie eine seltenere Durchführung (z.B. nur noch alle zwei Jahre) zu prüfen. Hierzu fanden im Jahr 2018 mehrere Gespräche mit den Gemeinden Weimar, Ebsdorfergrund und der MSLT statt. Die Ergebnisse werden als Alternativen der Gemeindevertretung zur Beschlussfassung im März vorgelegt.

Die Arbeiten zur Ergänzung des Nahwärmenetzes und zum Ersatz der Dachständerleitungen im Bereich der Marburger Straße wurden im vergangenen Jahr zum überwiegenden Teil abgeschlossen. Dank der guten Zusammenarbeit mit allen Beteiligten konnten Pflasterflächen in den Gehwegbereichen der Haydnstraße, Mozartstraße, Lortzingstraße und Marburger Straße komplett erneuert werden, ohne dass den Anliegern Kosten entstanden.

Die Ausweisung neuer Baugebietsflächen hat uns in 2018 weiterhin beschäftigt. Es fanden runde Tische mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens und mit Landbesitzern im Gebiet des Ortsteils Fronhausen statt. Neue Erkenntnisse konnten bisher leider nicht gewonnen werden. Mit dem Aufstellungsbeschluss zu einem kleinen Baugebiet im Bereich „Am Sportfeld“ startete die Bauleitplanung zur Ausweisung von einigen Bauplätzen im Innenbereich. Im Ortsteil Bellnhausen beschloss die Gemeindevertretung in ihrer letzten Sitzung des Jahres noch den Bebauungsplan, so dass zeitnah mit der Erschließung der geplanten elf Bauplätze begonnen werden kann.

Am 06. Dezember wurde in der letzten Sitzung des Jahres 2018 der Haushalt für das Jahr 2019 durch die Gemeindevertretung beschlossen. In den vorgelagerten konstruktiven Sitzungen der Ausschüsse wurden nur wenige Änderungen an der Version des Gemeindevorstands eingebracht, so dass eine Beschlussfassung mehrheitlich und unproblematisch erfolgte. Die Gemeinde Fronhausen war dadurch in der Lage, als erste Kommune des Landkreises ihren Haushalt zur Prüfung bei der Kommunalaufsicht einzureichen.

Mit diesem erfolgreichen Jahr haben wir nicht nur die Verschuldung der Gemeinde in den Griff bekommen, sondern auch gute Bedingungen für die kommenden Jahre geschaffen, die viele Herausforderungen für uns bereithalten. Einen Ausblick auf das Jahr 2019 erhalten Sie in der nächsten Ausgabe des Wochenblatts und auf unserer Internetseite ab nächster Woche.

Ihre Bürgermeisterin,
Claudia Schnabel

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