Tägliche Archive: 10. Dezember 2018

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Gemeinde erhält knapp 250.000 Euro zur Neugestaltung des Bahnhofsplatzes

Landrätin Kirsten Fründt hat einen Förderbescheid zur Regionalentwicklung in der LEADER-Region Marburger Land in Höhe von 249.341 Euro an die Bürgermeisterin der Gemeinde Fronhausen übergeben. Mit dem Geld wird der Platz „Auf der Schwärz“ komplett neu gestaltet. Damit erhält die Gemeinde Fronhausen die bisher höchste Förderung in der LEADER-Region Marburger Land.

Die Planungen zur neuen Gestaltung des in die Jahre gekommenen Platzes haben der Ortsbeirat, Anlieger, der dortige Gastronomiebetrieb, Kirmesburschen und interessierte BĂĽrgerinnen und BĂĽrgern gemeinsam in die Hand genommen.

Zunächst soll die Mehrzweckhalle abgerissen, dann der Platz in drei unterschiedliche Bereiche hergerichtet werden. Künftig sollen die Bürgerinnen und Bürger von Parkmöglichkeiten, einer zu verschiedenen Zwecken nutzbaren Freifläche und einen Bereich zum Spielen und Verweilen profitieren können. Ergänzt wird das neue Angebot durch eine öffentliche Toilettenanlage, ein freies WLAN-Netz sowie eine E-Bike-Ladestation. Als „ein wirklich schönes Beispiel einer erfolgreichen Zusammenarbeit“, beschrieb Landrätin Kirsten Fründt das ambitionierte Vorhaben, dass im „wahrsten Sinne einen Platz für viele gemeinsame Erlebnisse“ schaffen werde. Auch Bürgermeisterin Schnabel betonte den gemeinschaftlichen Aspekt des Projekts und ihre Hoffnung, auch die Umsetzung gemeinschaftlich angehen zu können.

Gemeinsames Ziel ist es, mit der Umgestaltung und der Verbindung zwischen Platz,  Bahnhaltepunkt und Gastronomiebetrieb einen attraktiven Mittelpunkt mit überörtlicher Ausstrahlung zu schaffen. Wegen der Bedeutung des Vorhabens wurde eine seltene Gelegenheit bei der Vergabe von Fördermitteln genutzt. „Einmal pro Förderperiode besteht die Möglichkeit, die eigentlich auf 200.000 Euro festgeschriebene Obergrenze zu erhöhen“, erläuterte die verantwortliche Regionalmanagerin der Region Marburger Land Alexandra Klusmann. Angesichts der sehr überzeugenden Projektierung habe man sich dazu entschlossen, dies dem Umweltministerium, das in Sachen Regionalentwicklung zuständig ist, vorzuschlagen. „Wir freuen uns sehr darüber, dass uns das Ministerium dabei gefolgt ist“, sagte Klusmann. Damit erhält die Gemeinde Fronhausen die bisher höchste Förderung in der LEADER-Region Marburger Land. „Ich bin wirklich stolz darauf, dass wir das geschafft haben, denn es belegt ganz klar, dass sich Fronhausen auf den Weg gemacht hat“, freute sich Bürgermeisterin Schnabel.

Die Gesamtkosten werden sich auf etwa 494.500 Euro belaufen. Davon wurden gut 415.500 Euro als förderfähig erachtet, so dass mit der Förderung von 249.341 Euro ganze 60 Prozent der Nettokosten gedeckt werden können.

Kreisseniorenrat sucht Kandidaten fĂĽr die Wahlen

Seniorinnen und Senioren wählen 2019 ihre Vertreter

 

Marburg-Biedenkopf – Der Kreisseniorenrat (KSR) des Landkreises Marburg-Biedenkopf sucht Kandidaten für die kommende Wahl im Frühjahr 2019. Die Wahlvorschläge können bis Mitte Januar 2019, schriftlich mit Anlagen im Original beim Wahlamt des Landkreises, Im Lichtenholz 60, Marburg, eingereicht werden.

 

Der KSR ist parteiunabhängig, überkonfessionell und vertritt selbstständig die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, die das 63. Lebensjahr vollendet haben. Der KSR wird auf die Dauer von drei Jahren gewählt und kann bis zu 31 Mitglieder zählen, die ehrenamtlich tätig sind. Die Anzahl der Sitze im Kreisseniorenrat richtet sich entsprechend der Wahlordnung nach der Einwohnerzahl der Kommunen: Städte und Gemeinden bis 10.000 Einwohner erhalten einen Sitz, Kommunen mit 10.001 bis 20.000 Einwohnern sind mit zwei Sitzen vertreten, solche mit 20.001 bis 50.000 Einwohnern haben drei Sitze und Kommunen ab 50.000 Einwohnern vier Sitze.

 

Wahlberechtigt sind die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Marburg-Biedenkopf, die das Kommunalwahlrecht besitzen, das 63. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz im Landkreis gemeldet waren. Gewählt wird bequem per Briefwahl. Die Wahlunterlagen erhalten alle Wahlberechtigten zum Jahresende.

 

„Ich freue mich darüber, dass wir den Seniorinnen und Senioren im Landkreis mit dem Kreisseniorenrat eine gute Möglichkeit bieten können, sich aktiv an der Steigerung der Lebensqualität im Alter zu beteiligen und ihre Erfahrungen und Ideen direkt in die Kreispolitik einbringen zu können“, sagt Landrätin Kirsten Fründt. So werde ein aktiver kommunalpolitischer Dialog zwischen Seniorinnen und Senioren, den politischen Gremien und den Einrichtungen im Bereich der Altenhilfe verstärkt und gefördert.

 

„Hier können sich Seniorinnen und Senioren aktiv einbringen, ihre Ideen und Sichtweisen vorstellen und sich so gemeinsam engagieren – denn nur weil man über 60 ist, gehört man noch lange nicht zum sprichwörtlichen alten Eisen“, unterstreicht die Landrätin.

 

Der Kreisseniorenrat setzt sich für die Stärkung des Bewusstseins für die großen Herausforderungen des demografischen Wandels ein. Dies tut er bei den politisch Verantwortlichen sowohl auf Kreisebene als auch auf kommunaler Ebene. Durch Initiativen konnten Impulse erzeugt werden, die die Infrastruktur für ältere Menschen verbessern. So wurden Bürgerhilfevereine gegründet, Verbesserungen im Bereich des ÖPNV erreicht, Bürgerbusse eingeführt und Seniorentreffpunkte eingerichtet.

 

Die Mitglieder des KSR arbeiten in vielen Gremien wie dem Radverkehrsforum, der Initiative „Gemeinschaftlich Wohnen“ oder dem Nahverkehrsforum mit. Hierdurch konnten die Belange älterer Menschen im Landkreis stärker berücksichtigt werden. Eine Kernaufgabe des KSR ist es Ansprechpartner für ältere Menschen jenseits der 60 Jahre in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen zu sein. Der KSR fordert darum, dass durch eine Verankerung in der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) und damit auch in allen Kommunen des Landkreises Marburg-Biedenkopf mit finanzieller Unterstützung durch das Land Hessen flächendeckend demokratisch gewählte Seniorenbeiräte eingerichtet werden.

 

Ebenfalls setzt sich der KSR für den Erhalt der Dorfgemeinschaftshäuser ein, weil diese teilweise die einzigen Treffpunkte für ältere Menschen in Dörfern sind. Damit ältere Menschen diese und andere Einrichtungen nutzen können, ist Barrierefreiheit von besonderer Bedeutung für den KSR. In Kooperation mit dem VdK wurden nach vielen Ortsbegehungen in einigen Kommunen deutliche Verbesserungen erreicht. Gleichwohl ist eine stärkere Befassung durch die Kommunen und finanzielle Unterstützung für die Kommunen notwendig.

 

Ein wichtiges Thema ist das Verbessern von Versorgungsstrukturen. Hierzu gehören die Pflegestützpunkte als wohnortnahe Anlaufstelle für Pflegebedürftige und deren Angehörige. Damit ältere Menschen länger in ihrer vertrauten Umgebung leben können, wirkt der KSR bei der kommunalen Planung von altersgerechten Wohnformen mit, wie dem betreuten Wohnen, Wohngemeinschaften im Alter, Pflegeheimen oder Multifunktionshäusern. Der KSR plädiert daher für eine bessere Finanzierung von altersgerechten Umbaumaßnahmen von Häusern in alten Ortskernen.

 

Der KSR setzt sich für einen attraktiven ländlichen Raum ein, von dem Jung und Alt gleichermaßen profitieren. Von zentraler Bedeutung ist hier der Erhalt und Ausbau des Hausarzt- und Facharztangebots sowie das Begrenzen von Rationalisierungen bei Sparkassen, Raiffeisen- und Volksbanken.

 

Fragen zum Thema Kreisseniorenratswahlen können an die Stabstelle Altenhilfe per E-Mail an oder telefonisch unter der 06421 405-1280 gerichtet werden. Zur Verfügung stehen ebenfalls: Der stellvertretende Vorsitzende des KSR, Helmut Heyn, Telefon: 06428 3561, E-Mail: , sowie Dr. Theresia Jacobi von der AG Wahl des KSR, Telefon: 06421 164319, E-Mail: .