Information zur Leinenpflicht und Appell an das Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mitmenschen und Tieren

Da es in letzter Zeit vermehrt Nachfragen beim Ordnungsamt bezüglich der allgemeinen Leinenpflicht gibt und offensichtlich in der Bevölkerung Fehlinformationen kursieren, geben wir nachfolgend den relevanten Paragraphen der Hessischen Hundeverordnung zur Kenntnis.

§ 9 HundeVO – Leinen- und Maulkorbzwang

(1) 1Außerhalb des eingefriedeten Besitztums oder der Wohnung der Halterin oder des Halters sind gefährliche Hunde an der Leine zu führen. 2Hiervon ausgenommen sind Hunde mit positiver Wesensprüfung. 3Leine, Halsband und Halskette müssen so beschaffen sein, dass der Hund sicher gehalten werden kann. 4Die Leine darf nur so lang sein, dass keine Gefahr von dem Hund ausgehen kann, höchstens jedoch zwei Meter.

(2) An der Leine zu führen sind ferner alle Hunde, die mitgeführt werden

1. bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten, Märkten, Messen und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen sowie in Gaststätten und in öffentlichen Verkehrsmitteln,

2. auf von den Gemeinden zu bestimmenden, der Allgemeinheit zugänglichen konkret bezeichneten Grundstücken, insbesondere Park-, Garten- und Grünanlagen sowie Fußgängerzonen oder Teilen davon.

Dies bedeutet, dass es keinen grundsätzlichen Leinenzwang gibt! Die Gemeindeverwaltung kann demnach nur für bestimmte Flächen (s. o.) Leinenpflicht anordnen. Dennoch ist jeder Hundehalter gemäß § 1 der Hundeverordnung verpflichtet, seinen Hund so zu halten und zu führen, dass von ihm keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht. Der frei laufende Hund muss jederzeit in Ruf-/Sichtweite bleiben und auf Zuruf gehorchen.

Auch wenn Hundehalter/innen es zu schätzen wissen, dass sie in den Außenbereichen unserer Gemeinde reichlich Auslauf für ihre Vierbeiner finden, bitten wir Sie, darauf zu achten, dass dabei erholungssuchende Mitmenschen nicht durch umherspringende Hunde belästigt werden und dass die wildlebenden Tiere in ihren Ruheräumen nicht gestört und schon gar nicht gehetzt oder, wie leider schon mehrmals vorgekommen ist, sogar getötet werden. Gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz finden hier oft schnell ihre Grenzen und der Hund ist nicht derjenige der dafür verantwortlich gemacht werden kann. Auch wenn es keine generelle Anleinpflicht für Hunde gibt, besteht selbstverständlich Anleinzwang in den Naturschutzgebieten. Nehmen Sie aufeinander Rücksicht!

Sollten Sie noch Fragen haben, stehen Ihnen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes (Frau Becker, Tel.: 0 64 26 / 92 83 14 oder Herr Siebert, Tel.: 0 64 26 / 92 83 15) gerne zur Verfügung.

 

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